Die spanische Regierung hat ihre Pläne zur kräftigen Anhebung der Sozialversicherungsbeiträge für Selbstständige überraschend gestoppt.
Nach heftigem Widerstand aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Parlament hat Sozialministerin Elma Saiz am Montag eine deutlich abgeschwächte Version der Reform vorgestellt.
Demnach sollen rund 1,3 Millionen Selbstständige, die monatlich weniger als 1.166 Euro verdienen, ihre Beiträge im kommenden Jahr nicht erhöhen müssen.
Diese Gruppe – etwa ein Drittel aller rund 3,5 Millionen Selbstständigen – behält damit die bisherigen Sätze von 200 bis 260 Euro monatlich bei.
Für die übrigen 2,2 Millionen Selbstständigen sieht das neue Modell ab 2026 lediglich eine moderate Steigerung zwischen 2,5 und 14,75 Euro im Monat vor – also eine Erhöhung um 1 bis 2,5 Prozent, weit unterhalb der Inflation.
Noch vor einer Woche hatte das Ministerium Aufschläge von bis zu 206 Euro monatlich vorgeschlagen.
Konkret sollen die Beiträge je nach Einkommensstufe unterschiedlich steigen:
- Für monatliche Einkommen zwischen 1.166 und 1.700 Euro beträgt das Plus rund 1 Prozent.
- Bei Einkünften von 1.700 bis 2.330 Euro liegt der Anstieg bei 1,5 Prozent.
- Wer 2.330 bis 2.760 Euro verdient, soll 2 Prozent mehr zahlen.
- In den oberen Stufen ab 3.620 Euro Einkommen sind 2,5 Prozent vorgesehen.
Sollte die Reform im Parlament keine Mehrheit finden, kündigte Ministerin Saiz an, dass die Beiträge für alle Selbstständigen 2026 eingefroren bleiben.
Quellen:El País, El Mundo, Cadena SER




















































