Mietpreise in Spanien explodieren: Fast 40 Prozent der Wohnungen kosten über 1.500 Euro

Besonders in Málaga, Madrid, Katalonien und auf den Balearen sind günstige Mietwohnungen kaum noch zu finden – viele Mieter zahlen inzwischen mehr als den spanischen Mindestlohn.

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Mietpreise Spanien 2025

Die Mieten in Spanien steigen weiter rasant. Laut einem aktuellen Bericht des Immobilienportals Pisos.com befinden sich mittlerweile 37 Prozent aller Mietwohnungen im Land in der Preisklasse über 1.500 Euro pro Monat.

Weitere 24 Prozent liegen zwischen 1.000 und 1.500 Euro, sodass sechs von zehn Mietwohnungen in Spanien mehr als 1.000 Euro im Monat kosten – fast so viel wie der spanische Mindestlohn.

Besonders dramatisch: Nur noch 12 Prozent aller Wohnungen werden für weniger als 700 Euro vermietet, was laut Pisos.com den akuten Mangel im unteren Preissegment belegt.

Kaum bezahlbare Wohnungen in Großstädten

In fünf Regionen – Madrid, Balearen, Baskenland, Kanaren und Katalonien – gibt es praktisch keine Mietwohnungen unter 700 Euro mehr.

Auf Provinzebene betrifft das elf Gebiete, darunter Madrid, Barcelona, Girona, Málaga, Navarra sowie alle drei baskischen Provinzen.

In neun Provinzen kosten mehr als 35 Prozent der Mietobjekte über 1.500 Euro, insbesondere in Álava, Guipúzcoa, Girona, Málaga, Valencia, Vizcaya, Madrid, den Balearen und Barcelona. In den beiden letztgenannten Regionen liegen über 75 Prozent der Mieten oberhalb von 1.500 Euro.

„Eine Herausforderung für Familien und junge Menschen“

„Die großen Städte und touristischen Zentren konzentrieren die höchsten Preise, während das Landesinnere noch vergleichsweise erschwinglich bleibt“, erklärte Ferran Font, Forschungsdirektor bei Pisos.com.

Diese Preisunterschiede hätten zunehmend Einfluss auf die Mobilitätsentscheidungen vieler Spanier – etwa bei Jobwechseln oder Familienplanung.

Am schwierigsten sei die Situation derzeit in Katalonien, Madrid und auf den Balearen, wo ein Mangel an verfügbaren Wohnungen den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum erheblich erschwere.

Besonders junge Erwachsene und Familien mit mittlerem Einkommen stünden vor enormen finanziellen Herausforderungen.

Quellen: Pisos.com, Diario SUR, Málaga HOY

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