Tankstellenbetreiber: Benzinpreise könnten in diesem Sommer auf über 3 Euro steigen

Die spanische Regierung hat den Benzinrabatt von 20 Cent verlängert, der am 30. Juni auslaufen sollte. Dennoch warnt der Tankstellenverband vor hohen Preisen

Benzinpreise in Spanien 2022
Die Preise sind in vielen Tankstellen schon auf über 2 Euro gestiegen.
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 Benzinpreise in Spanien 2022

Die Kraftstoffpreise in Spanien steigen unaufhaltsam weiter. Sowohl 95er Benzin als auch Diesel haben an den meisten Tankstellen inzwischen einen Preis von über zwei Euro pro Liter. Und die Preis-Eskalation scheint unaufhaltsam, so der Präsident des spanischen Verbandes der Tankstellenunternehmer (CEEES), Nacho Rabadán. Er geht davon aus, dass der Preis in diesem Sommer die psychologische Grenze von drei Euro pro Liter überschreiten könnte.

„Ich schließe kein Szenario aus“, sagt Rabadán. Er erklärte gegenüber spanischen Medien, dass die Raffinerien ihre Dieselproduktion auf das Maximum erhöht haben, weil die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt.

Das Problem wird dadurch verschärft, dass der Sommer begonnen hat und viele Menschen in Urlaub fahren. Damit steigt die Nachfrage nach Benzin, das nicht in ausreichender Menge vorhanden ist, weiter an. In der Praxis bedeutet dies, dass das Tanken eines 55-Liter-Autos inzwischen rund 165 Euro kostet.

Benzinrabatt von 20 Cent wird verlängert

Der spanische Verbraucherverband OCU ist der Ansicht, dass der von der spanischen Regierung gewährte Rabatt von 20 Cent pro Liter Kraftstoff nicht die gewünschte Wirkung hat, um die Preise niedrig zu halten. Der OCU fordert drastischere Maßnahmen wie eine vorübergehende Streichung der Steuern.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hatte kürzlich bestätigt, dass der derzeitige Rabatt von 20 Cent pro Liter für Kraftstoffe über den 30. Juni hinaus verlängert wird. Der Rabatt ist Teil des am 29. März verabschiedete Hilfspaket, in dem die Regierung verschiedene Maßnahmen beschlossen hatte, um Haushalte und Unternehmen zunächst bis zum 30. Juni zu unterstützen.

Quellen: Diario SUR, Motor.es, El Pais.

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