Steigende Covid-Inzidenzen in Andalusien: Expertenrat tritt am Freitag zusammen

Unter anderem soll der Einsatz eines Covid-Passes bei bestimmten Freizeitaktivitäten und Veranstaltungen in Innenräumen erörtert werden.

Inzidenzen aktuell Andalusien
Gesundheitsminister Aguirre tritt am Freitag mit dem Expertenrat zusammen. Archivfoto: Junta de Andalucía.

Besorgnis angesichts steigender Inzidenzen

Die andalusische Regierung hat die seit Tagen angekündigte Sitzung des Expertenrates für Freitag, 26. November, um 11.30 Uhr einberufen. Bei dem Treffen sollen die Situation in Andalusien analysiert und mögliche Maßnahmen in Anbetracht der steigenden Inzidenzen festgelegt werden. Eine Herabstufung der Region von derzeit Gesundheits-Risikostufe 0 auf Risikostufe 1 oder höher sei aber derzeit nicht geplant, sagt Andalusiens Gesundheitsminister Jesús Aguirre heute bei einer Pressekonferenz in Sevilla.

Aguirre erklärte, dass man am Freitag über „Präventivmaßnahmen“ sprechen werde, wie beispielsweise die Vorlage eines Covid-Passes für den Zugang zu bestimmten Freizeitaktivitäten –und Veranstaltungen in Innenräumen oder zu Gesundheitszentren, Krankenhäusern und Pflegeheimen. Die Anwendung dieser Maßnahme muss zunächst vom Obersten Gerichtshof von Andalusien (TSJA) genehmigt werden. Im Baskenland hatte der dortige Gerichtshof vergangene Woche einen ähnlichen Antrag der baskischen Regierung abgelehnt.

Nach den Worten von Aguirre sei der Anstieg der Inzidenzrate in Andalusien nicht „alarmierend, aber besorgniserregend.“ Er hofft weiter darauf, dass es mit den Booster-Impfungen in Andalusien schnell vorangeht und dass auch diejenigen, die noch nicht geimpft sind, sich doch noch dazu entscheiden.

Spanien will neue Restriktionen einführen

Am heutigen Dienstagabend trifft sich auch der spanische Expertenausschuß, um über neue Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-Inzidenzen zu beraten. Nach Angaben von Gesundheitsministerin Carolina Darías überlege man unter anderem, die Öffnungszeiten von Bars und Restaurants wieder einzuschränken, das Arbeiten im Homeoffice zu fördern sowie ein neues Ampel-Warnsystem einzuführen. Dazu sagte Jesús Aguirre: „Die Maßnahmen der Zentralregierung sind nicht obligatorisch, sondern ein Vorschlag. In Andalusien haben wir ein eigenes Warnsystem mit verschiedenen Alarmstufen und an diesem werden wir uns auch weiterhin orientieren.“ Konkrete Entscheidungen für Andalusien werden am Freitag getroffen.

Quellen: Junta de Andalucia, La Opinion de Málaga.

- Werbung -

HINTERLASSE EINE ANTWORT

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein