Corona Aktuell: Maskenpflicht im Freien soll noch vor Juli wegfallen

Inzidenzen steigen in der Provinz Málaga und in Andalusien. Lage in den Krankenhäusern entspannt.

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Maskenpflicht in Spanien
Chef-Virologe Fernando Simón kann sich ein Ende der Maskenpflicht in Freien vor Anfang Juli vorstellen

7-Tage-Inzidenz in der Provinz Málaga jetzt bei 76

Für die Provinz Málaga wurden heute 206 Positivgetestete gemeldet. Das sind etwas weniger als am Dienstag der Vorwoche (230). Die 14-Tage-Inzidenz, die die Anzahl der Neuinfektionen an Covid-19 in den letzten 14 Tagen je 100.000 Einwohner abbildet, ist indes im Vergleich zur Vorwoche relativ stark von 138 auf 161 gestiegen. Im gleichen Zeitraum hat auch die 7-Tage-Inzidenz von 69 auf 76 Positivgetestete je 100.000 Einwohner zugelegt.

Auf die Belegung in den Krankenhäusern der Provinz Málaga wirken sich die steigenden Inzidenzen bisher kaum bis gar nicht aus: Die Zahl der stationär betreuten Corona-Patienten liegt heute bei 109. Am 1. Juni waren es 110. Auf den Intensivstationen ist die Zahl der Patienten im gleichen Zeitraum von 15 auf 17 gestiegen.

Offiziell haben sich in der Provinz Málaga bis dato 101.534 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. 97.469 davon gelten als genesen; 1.653 Personen sind in Málaga in Verbindung mit dem Corona-Virus gestorben. Die Zahl der aktiven Fälle beträgt somit 2.412 (Vorwoche: 2.031).

Inzidenzen in den Gemeinden der Provinz Málaga

Für die nachstehend aufgeführten Gemeinden der Provinz Málaga wurden am heutigen Dienstag folgende Werte für die 14-Tage-Inzidenz ermittelt: Antequera (588), Alhaurín de la Torre (109), Alhaurín El Grande (138), Coín (124), Casares (58), Manilva (183), Estepona (154), Fuengirola (133), Mijas (118), Marbella (190), Benahavís (129), Ojén (52), Monda (260), Torremolinos (155), Benalmádena (198), Ronda (89), Rincón del la Victoria (55), Algarrobo (46), Nerja (246), Torrox (22) und Vélez Málaga mit Torre del Mar (87). In der Provinzhauptstadt Málaga liegt die 14-Tage-Inzidenz jetzt bei 145 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner.

Fallzahlen in Andalusien

Für Andalusien wurden heute 1.161 Positivgetestete gemeldet (Vorwoche: 1.293). Die 14-Tage-Inzidenz ist seit dem 1. Juni von 177 auf 189 Positivgetestete je 100.000 Einwohner gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz hat sich im gleichen Zeitraum nicht verändert und notiert nach wie vor bei 86 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner.

Im Hinblick auf die 14-Tage-Inzidenz lauten die Werte für die acht andalusischen Provinzen, Stand heute, wie folgt: Huelva (299), Jaén (263), Sevilla (229), Granada (209), Córdoba (188), Málaga (161), Cádiz (142) und Almería (67).

Bezüglich der Krankenhausbelegung durch an Covid-19 erkrankte Patienten in Andalusien ist diese im Wochenvergleich von 855 auf 791 Patienten zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum ist auch die Zahl der intensivmedizinisch betreuten Corona-Patienten von 207 auf 164 gesunken. Gestorben sind in der Region seit Beginn der Pandemie an oder mit dem Corona-Virus 10.087 Menschen.

Inzidenzen verlieren an Aussagekraft

Obwohl die Inzidenzen seit etwa zwei Wochen steigen, entspannt sich die Lage in den Krankenhäusern Andalusiens recht deutlich. Das bedeutet, dass sich vorwiegend junge Menschen mit dem Virus infizieren und die Inzidenzen hochtreiben. Für Hochbetrieb in den Krankenhäusern sorgen Sie indes nicht, da sie aufgrund Ihres jungen Alters und ihres stärkeren Immunsystems weniger anfällig für Erkrankungen beziehungsweise schwere Krankheitsverläufe sind.

Die älteren Generationen ab einem Alter von um die 50 Jahre sind indes durch die Impfungen vor einem schweren Krankheitsverlauf bereits weitgehend geschützt. Aus diesem Grunde fordern viele Experten die Aussagekraft der Inzidenzen neu zu bewerten. Als ein Freibrief für die Jugend soll diese Forderung indes nicht verstanden werden: weniger anfällig bedeutet keinesfalls ohne Risiko. In den Krankenhäusern der Region werden aktuell eine nennenswerte Anzahl an jungen Leute behandelt, von denen einige direkt auf der Intensivstation landen. Vorsicht ist also weiter geboten.

Maskenpflicht in Spanien: Lockerung noch vor Juli?

Allerdings darf in den kommenden Wochen durchaus mit weiteren Lockerungen gerechnet werden, sofern die Lage in den Krankenhäusern mindestens stabil bleibt. In diesem Zusammenhang sagte Spaniens Chef-Virologe Fernando Simón am gestrigen Montag gegenüber Pressevertretern, dass er sich die Aufhebung der Maskenpflicht in Freien vor Anfang Juli gut vorstellen kann.

Knapp ein Viertel aller Bürger Andalusiens durch Impfung immunisiert

Unterdessen wurden in Andalusien bis heute 23,5 Prozent der Bürger per Doppeldosis immunisiert. In der Vorwoche lag diese Zahl erst bei gut 19 Prozent. Eine erste Dosis haben inzwischen gut 41 Prozent erhalten. Vor sieben Tagen lag dieser Wert bei 37 Prozent. In der Provinz Málaga sind jetzt knapp 22 Prozent der Bevölkerung immunisiert (Vorwoche: 17,5 Prozent) während 39 Prozent zumindest eine Dosis erhalten haben (Vorwoche: 35,5 Prozent).

In Andalusien werden aktuell die Jahrgänge um 1977 benachrichtigt. Sollten Sie zu den Jahrgängen 1976 oder älter gehören, können Sie im Internet auf der Seite ClickSalud+ einen Termin für die Erstimpfung machen. Voraussetzung dafür ist, dass man ordnungsgemäß beim Gesundheitssystem in Andalusien angemeldet ist.

Deutschland im Inzidenz-Vergleich weiter vorn

In Spanien notiert die 14-Tage-Inzidenz jetzt bei 113 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner (Vorwoche: 120). Der Wert für die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 60 (Vorwoche: 63). Zum Vergleich: in der Bundesrepublik Deutschland beträgt die 7-Tage-Inzidenz laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) 23 Infizierte je 100.000 Einwohner (Vorwoche: 35). In Österreich liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 27 (Vorwoche: 36). In der Schweiz ist dieser Wert im Wochenvergleich von 85 auf 42 gesunken.

Quellen: Junta de Andalucía, Diario SUR, Málaga Hoy, RKI, AGES, BAG, ADAC

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