Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Sängerlegende Julio Iglesias wegen sexueller Übergriffe

Strafanzeige Julio Iglesias

Die spanische Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Sänger Julio Iglesias eingeleitet.

Hintergrund ist nach Angaben von spanischen Zeitungen eine am 5. Januar eingereichte Strafanzeige, in der ihm Sexualdelikte und Menschenhandel vorgeworfen werden.

Die Anzeige stammt von zwei Frauen, die als Hausangestellte in den Residenzen des Künstlers in der Dominikanischen Republik und auf den Bahamas gearbeitet haben. Die mutmaßlichen Taten sollen sich im Januar und Oktober 2021 ereignet haben.

Unterstützt wird die Klage von der internationalen Organisation Women’s Link Worldwide, die sich weltweit für Frauenrechte einsetzt.

Da es sich um mutmaßliche Straftaten eines spanischen Staatsbürgers im Ausland handelt, ist laut Artikel 23 der spanischen Gerichtsordnung die Audiencia Nacional zuständig.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass ein Vorermittlungsverfahren eröffnet wurde. Dieses dient dazu, Beweise zu sichern und die Grundlage für mögliche weitere strafrechtliche Schritte zu schaffen. Die Ermittlungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, um die mutmaßlichen Opfer zu schützen.

Nach Angaben juristischer Quellen werden Iglesias und zwei Frauen, die in seinen Residenzen tätig waren, als mögliche Beteiligte geführt. Die Vorwürfe umfassen Verstöße gegen die sexuelle Selbstbestimmung, darunter sexuelle Belästigung, sexuelle Übergriffe und Körperverletzung, sowie Verstöße gegen Arbeitsrechte durch angeblich ausbeuterische Arbeitsbedingungen.

Der 82-jährige Sänger, der in Madrid geboren wurde, lebt seit Jahren in der Dominikanischen Republik.

In Spanien ist Julio Iglesias insbesondere an der Costa del Sol präsent, wo er eine Villenanlage in Ojén besitzt und regelmäßig den Sommer verbringt. Er hat sich nach Angaben des Magazins „Der Spiegel“ bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.

Quellen: El Mundo, El País, Diario SUR

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