Nach Zugunglück bei Córdoba: Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Madrid und Andalusien vollständig eingestellt

AVE von Málaga nach Sevilla
Renfe-Bahnhof in Málaga.

Unfall Bahnstrecke Spanien

Nach dem schweren Zugunglück bei Adamuz (Provinz Córdoba) bleibt der Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Madrid und Andalusien am heutigen Montag, den 19. Januar, komplett unterbrochen.

Wie der spanische Infrastrukturbetreiber Adif in der Nacht über X (ehemals Twitter) mitteilte, ist die Strecke mindestens für die Dauer des Montags gesperrt. Betroffen sind alle Verbindungen zwischen Madrid und Córdoba, Sevilla, Málaga und Huelva.

Zur Unterstützung von Angehörigen der Opfer und Verletzten hat Adif die Telefonnummer 900 101 020 eingerichtet. Zusätzlich wurden Betreuungszentren in Madrid, Huelva und Córdoba geöffnet.

Auch die Bahngesellschaft Iryo bietet unter der Nummer 900 001 402 eine Hotline für Betroffene an.

Der betroffene Zug der italienischen Betreiberfirma hatte die Strecke Málaga–Madrid bedient, als es aus bislang ungeklärten Gründen zum Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Alvia kam.

Renfe und Adif haben vor Ort Krisen- und Informationsstellen in den wichtigsten Bahnhöfen eingerichtet. Zudem steht psychologische Betreuung für Angehörige und Überlebende in Madrid, Córdoba, Sevilla und Huelva bereit.

Das staatliche Bahnunternehmen Renfe bestätigte, dass man eng mit den Einsatzkräften, der Junta de Andalucía und dem Verkehrsministerium zusammenarbeite.

Das Notfallzentrum 112 meldete einen großangelegten Rettungseinsatz mit mehreren mobilen Intensivstationen, Rettungswagen und Spezialeinheiten des Dispositivos de Cuidados Críticos y Urgencias (DCCU).

Auch das Rote Kreuz appellierte an Bürger, im Falle eigener Sicherheit den Status „Estoy bien“ („Mir geht es gut“) in sozialen Medien zu veröffentlichen, um Telefonleitungen für Notfälle freizuhalten.

Quellen: Diario SUR, TRVE

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