Waldbrand in der Provinz Huelva: Militär rückt aus, mehr als 3.600 Hektar verbrannt

Waldbrand in Huelva
Foto: Infoca

Waldbrand in Huelva

Ein Waldbrand, der am Montag, den 9. Juni, in der Gemeinde Villanueva de los Castillejos in der andalusischen Provinz Huelva ausgebrochen ist, hat sich auf mehr als 3.600 Hektar ausgedehnt.

Die Flammen bedrohen inzwischen auch die Gemeinde Gibraleón, in deren Gemeindegebiet das Feuer bereits eingedrungen ist. Die andalusische Landesregierung hat den Waldbrand-Notfallplan Infoca auf die höchste Einsatzstufe 2 hochgesetzt und die Einheit für militärische Notfälle (UME) angefordert.

Starke Windböen haben die Lage immer wieder verschärft. Feuerwehr und Löschkräfte hatten Positionen, die sie bereits gesichert hatten, durch aufflackernde Brandherde erneut verloren. Der amtierende andalusische Innenminister Antonio Sanz, sprach von einem „sehr komplizierten“ Brand.

Der Ursprung liegt im Gelände Los Turbios bei Villanueva de los Castillejos. Das Feuer breitete sich rasch auf die benachbarte Gemeinde San Bartolomé de la Torre aus.

In den ersten sechs Stunden fraßen die Flammen laut Sanz rund 100 Hektar pro Stunde, befeuert von trockenem Buschwerk und Böen mit bis zu 40 Stundenkilometern.

Soldaten des Zweiten Bataillons der UME aus der Basis Morón de la Frontera in der Provinz Sevilla sind inzwischen im Einsatz. Zudem wurden 22 Luftfahrzeuge, darunter Hubschrauber und Löschflugzeuge, sowie 140 Bodenkräfte, fünf Löschfahrzeuge und ein Bulldozer eingesetzt.

Von den rund 352 evakuierten Personen konnten 234 inzwischen in ihre Häuser zurückkehren. Etwa 100 Personen bleiben weiterhin evakuiert.

Der Zugverkehr auf der Strecke Huelva–Zafra zwischen Gibraleón und Calañas ist seit den frühen Morgenstunden unterbrochen.

Quellen: Diario SUR, Huelva24, Ministerio de Defensa, Telecinco

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