Papst Leo XIV. in Madrid
Papst Leo XIV. hat am Sonntag in Madrid eine Freiluftmesse auf der Plaza de Cibeles gefeiert, zu der nach offiziellen Angaben mehr als eine Million Menschen gekommen sind.
Es war die bisher größte Menschenmenge bei einer Messe des US-amerikanischen Papstes seit seiner Wahl im Mai 2025. Die Polizei sperrte wegen des Andrangs schließlich die Zugänge.
In seiner Predigt betonte Leo XIV. die gesellschaftliche Dimension des Glaubens: „Jesus bleibt nicht eingeschlossen im Tempel, sondern kommt uns entgegen“, sagte er. Christus identifiziere sich mit den Armen, den Einsamen und den Verlassenen.
Der Altar war auf einer eigens errichteten Fläche von rund 600 Quadratmetern aufgebaut, eine monumentale Christusfigur hing über dem Zentrum. Die Messe wurde über 42 Großbildschirme in die umliegenden Straßen übertragen.
Am Nachmittag nahm der Papst im Movistar Arena an der Veranstaltung „Redes“ teil, bei der rund 12.000 Vertreter aus Kultur, Wirtschaft und Sport zusammenkamen. Unter anderem sprach Schauspieler Antonio Banderas über die Rolle der Kirche als Förderin von Kunst und Kultur.
Zuvor hatte Leo XIV. im Madrider Rathaus die Goldene Stadtschlüssel aus den Händen von Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida entgegengenommen. Das spanische Königspaar Felipe VI. und Letizia sowie Kronprinzessin Leonor und Infantin Sofía waren bei dem Empfang ebenfalls anwesend.
Seit seiner Ankunft in Spanien ruft der Papst beständig zur Überwindung von Polarisierung und zur Versöhnung auf. Bereits bei seinem ersten Auftritt im Palacio Real hatte er vor „spaltenden Narrativen“ gewarnt und die „Kultur der Begegnung“ als Gegenmodell beschrieben.
Heute, am Montag, den 8. Juni, steht der politisch bedeutsamste Termin seiner Spanienreise an: Als erster Papst überhaupt spricht Leo XIV. vor dem spanischen Parlament.
Quellen: Cadena SER, Vatican News, El Mundo, El País

























































