Sturm Emilia in Málaga
Das Sturmtief Emilia hat am Samstag, den 13. Dezember, an der Costa del Sol erhebliche Schäden verursacht.
Seit Freitagabend treffen starke Levante-Winde mit bis zu 70 Stundenkilometern und Wellenhöhen von fast fünf Metern auf den Küstenabschnitt zwischen Nerja und Marbella.
Der spanische Wetterdienst Aemet hat die Wetterwarnstufe Gelb ausgegeben, die bis Sonntagmittag (14.Dezember) in Kraft bleibt.
In Málaga-Stadt ist vor allem die Playa de San Andrés in Huelin betroffen. Das Meer hat dort große Mengen Sand fortgespült und Steine an die Uferlinie getragen. Die Terrasse des Chiringuito Pedro Gutiérrez wurde vom Wellengang erreicht, und an mehreren Stellen bildeten sich Abbrüche.
Ein weiteres Opfer des Sturms war eine ausgewachsene Karettschildkröte, die am Samstagmorgen tot an der Küste von Huelin angespült wurde. Mitarbeiter der Umweltbehörde der Junta de Andalucía bargen das Tier.
Auch am Strand der Baños del Carmen im Osten von Málaga drang das Meerwasser bis an das Gebäude heran, die Terrasse des Restaurants musste geschlossen werden.
Die Küstenbehörde sowie die Stadt Málaga erklärten, es sei noch zu früh, die Schäden genau zu beziffern. Stadträtin Teresa Porras mahnte, zunächst den Sturm abklingen zu lassen, bevor über mögliche Wiederherstellungsmaßnahmen entschieden werde.
Nach Angaben des andalusischen Strandunternehmerverbands FAES ist der materielle Schaden in der Provinzhauptstadt begrenzt. „Der Wind hat die Strände getroffen, aber schwere Verluste gibt es nicht“, so Verbandspräsident Manuel Villafaina.
Da die Hochsaison vorbei sei, seien Liegen und Sonnenschirme bereits entfernt gewesen.

Schäden in den Küstengemeinden
In Benalmádena riss das aufgewühlte Meer einen Kiosk mit nautischen Geräten und mehrere Holzstege fort. Polizei und Feuerwehr sperrten den betroffenen Abschnitt am Sunset Beach Club ab.
In Fuengirola brach durch den Wind ein Teil der Weihnachtsbeleuchtung an der Plaza de España ab, zudem fiel eine Palme am Paseo Marítimo um.
Auch in Torremolinos und Marbella wurde von Schäden berichtet, vor allem durch Sandabtragungen und kleinere Überschwemmungen. In Marbella blieben vorsorglich mehrere Parks geschlossen, darunter Vigil de Quiñones, Nagüeles und Constitución.
Der Sturm brachte zudem unregelmäßige Regenfälle mit sich. Besonders im Raum Cártama und Bajo Guadalhorce kam es zu starken, lokal begrenzten Schauern mit bis zu 125 Litern pro Quadratmeter.
Quellen: Diario SUR, Málaga HOY, Opinion de Málaga





















































