Gute Nachricht für Málaga: Wasserbeschränkungen werden deutlich gelockert

Dank der ergiebigen Regenfälle der letzten Wochen erhöhen sich die Wasserzuteilungen in der Provinz deutlich – die Axarquía profitiert besonders, auch die Landwirtschaft atmet auf.

Aktuelle Wasserzuteilung an der Costa del Sol nach Regen
Die Stauseen in Andalusien sind so voll wie lange nicht mehr. Foto: Archivbild.

Aktuelle Wasserzuteilung an der Costa del Sol

Die andalusische Dürrekommission lockert wie erwartet die Wasserbeschränkungen in der Provinz Málaga – ein bedeutender Schritt vor allem für die Landwirtschaft, die bislang am stärksten unter der Wasserknappheit litt.

Der andalusische Landwirtschaftsminister Ramón Fernández-Pacheco betonte, dass die Anpassungen die positive Entwicklung der Wasserspeicherstände widerspiegeln und sowohl der städtischen Versorgung als auch der landwirtschaftlichen Bewässerung zugutekommen.

So wird an der westlichen Costa del Sol die Zuteilung von 225 auf 250 Liter pro Person und Tag angehoben, was dem normalen Verbrauch entspricht. In Málaga und der Axarquía steigt sie von 200 auf 225 Liter.

Vier Stufen für Zustand der Wasserreserven

Die Wasserknappheit wird in vier Stufen unterteilt: “schwerwiegend” (grave), “ernst” (severo), “moderat” (moderado) und “Normalität” (normalidad).

Diese Einstufungen richten sich nicht nur nach den aktuellen Vorräten, sondern auch nach der Jahreszeit, dem Niederschlagsverlauf und weiteren Kriterien.

Zudem gibt es klare Regeln für den Übergang zwischen den Phasen – ein direkter Sprung über zwei Stufen hinweg ist beispielsweise nicht zulässig.

Für die westliche Costa del Sol hat die Dürrekommission den Wechsel in die Phase der “Normalität” bestätigt. In der Axarquía wurde die höchste Phase bereits verlassen; dort soll in einigen Wochen erstmals seit Langem die Stufe “ernst” erreicht werden.

Für die Stadt Málaga wird eine “moderate” Wasserknappheit prognostiziert – diese Änderungen werden jedoch vorerst nicht offiziell gemacht, da noch technische Kriterien geprüft werden müssen.

Faktisch Normalität in Málaga – 90 Prozent in der Axarquía

Was bedeuten diese neuen Werte konkret? An der westlichen Costa del Sol entspricht eine Zuteilung von 250 Litern pro Person und Tag der Normalsituation.

Auch in Málaga-Stadt nähert man sich dieser Normalität: Der rechnerische Wert von 225 Litern wird noch nicht ganz erreicht, doch die Entwicklung ist positiv.

In der Axarquía deckt die derzeitige Zuteilung 90 Prozent dessen, was in Zeiten ohne Wasserknappheit üblich wäre.

Extremregen sorgt für historische Entspannung

In der Provinz Málaga hat es seit Beginn des hydrologischen Jahres (1. Oktober) 415 Prozent mehr geregnet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Stauseen in der Provinz füllen sich rasant – zum Teil mussten Sicherheitsentleerungen durchgeführt werden.

Drei große Reservoirs – La Concepción, Conde de Guadalhorce und Casasola – haben bereits Wasser abgelassen. Dennoch steigen die Pegel weiter, angetrieben durch Zuflüsse.

Der Stausee La Viñuela in der Axarquía steht aktuell bei 73,5 Kubikhektometern Wasserreserven, was nahezu 45 Prozent seiner Kapazität entspricht.

Es folgen Guadalteba mit 67 Kubikhekotmetern, Conde de Guadalhorce mit 68 Kubikhekotmetern und der für die westliche Costa del Sol zuständige Stausee La Concepción mit 51 Kubikhektometern. (Stand: 26. März 2025)

Insgesamt speichern die sieben Stauseen der Provinz Málaga 345 Kubikhektometer Wasser, was gut 56 Prozent ihrer Gesamtkapazität entspricht.

Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Wasservorrat zum gleichen Zeitpunkt bei lediglich 114 Kubikhektometer, was einem Drittel des heutigen Standes entspricht.

Quellen: Junta de Andalucía, Diario SUR, Málaga HOY

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