Wirtschaftsprognose für Spanien 2021 besser als erwartet

Aktueller Bericht des Internationalen Währungsfonds: Alles hängt von der Impfgeschwindigkeit in Spanien ab. Regierung will Alarmzustand am 9. Mai beenden.

Wirtschaftsprognose Spanien
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat bei der Pressekonferenz am Dienstag 33 Millionen geimpte Personen bis August versprochen. Foto: Pool La Moncola.

Alles hängt von der Impfgeschwindigkeit und vom Tourismus ab

Der internationale Währungsfonds (IWF) hat am gestrigen Dienstag die Wachstumsprognose für Spanien leicht nach oben korrigiert. Das Gremium geht nun davon aus, dass die spanische Wirtschaft im Jahr 2021 statt um 5,9 um 6,4 Prozent wachsen wird.

Damit ist das Land neben den USA die am stärksten wachsende Volkswirtschaft der Industrieländer im Jahr 2021. Allerdings, so schränkt der IWF ein, wird Spanien eines der EU-Länder sein, die am längsten für die Erholung brauchen. Zusammen mit Italien hinkt es dem Rest der Volkswirtschaften des Alten Kontinents hinterher und wird erst 2023 wieder das Vorkrisenniveau des BIP erreichen. Andere südliche Länder, wie Portugal und Griechenland, werden es ein Jahr früher erreichen. Alles hänge dabei in Spanien, so der IMF, von einem großen Unsicherheitsfaktor ab: ob der Impfplan eine mehr oder weniger normale Tourismussaison ermöglichen werde.

Ausnahmezustand in Spanien soll nicht verlängert werden

Währenddessen hat Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez am gestrigen Dienstag versprochen, dass bis Ende August 33 Millionen Menschen in Spanien geimpft sind, das heißt, 70 Prozent der Bevölkerung. Der spanische Regierungschef erklärte auch, dass der aktuelle Ausnahmezustand, der bis zum 9. Mai dauert, nicht verlängert werden solle. Der „estado de alarma“ gibt den autonomen Regionen die rechtlichen Befugnisse, Grundrechte wie die Bewegungsfreiheit einzuschränken, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Regionalregierungen wären in der Lage, unter anderem Geschäfte, Bars und Restaurants zu schließen, aber nicht die strengeren Kontrollen durchzuführen, die in den letzten Monaten eingeführt worden sind. Auch das Reisen zwischen den Regionen wäre dann wieder möglich.

„Wir nähern uns dem Ende dieses Alptraums“, sagte Sánchez. Impfen sei die effizienteste Wirtschaftspolitik, so der Regierungschef. Das Ziel für die kommenden Wochen und Monate sei klar: „Impfen, impfen und impfen“.

Quellen: El Pais, La Moncloa, IMF.

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