Corona-Aktuell: die Wende scheint geschafft, Inzidenzen gehen zurück

Die andalusische Regierung stellt bei weiter fallenden Inzidenzen Lockerungen in Aussicht. Reisebeschränkungen sollen frühestens Anfang Mai wegfallen.

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Corona in Málaga, Wende scheint geschafft
Die Zahl der in den Krankenhäusern behandelten Corona-Patienten ist erstmals seit Wochen wieder etwas zurückgegangen.

14-Tage-Inzidenz gibt in der Provinz Málaga deutlich nach

Die Corona-Inzidenzen haben sich in der Provinz Málaga und in Andalusien weiter verbessert. Am heutigen Freitag wurden in Málaga binnen Tagesfrist, mittels PCR-Tests und Antigen-Schnelltests, 1.038 Positivgetestete gemeldet. Die 14-Tage-Inzidenz notiert in der Provinz Málaga heute bei 888. Vor drei Tagen lag dieser Wert bei 990 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner. Im gleichen Zeitraum ist die 7-Tage-Inzidenz von 416 auf 334 Positivgetestete je 100.000 Einwohner gefallen.

Eine Entspannung ist zudem bei der Belegung der Krankenhäuser in der Provinz Málaga festzustellen. So liegt die Zahl der stationär behandelten Corona-Patienten heute bei 935. Vor drei Tagen lag diese Zahl bei 1.010. Auf den Intensivstationen ist die Lage indes weiter angespannt. Dort ist die Zahl der Patienten seit Dienstag von 114 auf 123 gestiegen.

Seit Pandemiebeginn sind in der Provinz Málaga 1.081 Menschen an oder mit dem Corona-Virus gestorben. Die Zahl der aktiven Fälle liegt in Málaga jetzt bei 31.579 Infizierten (Dienstag 29.669).

Marbella muss zittern, Torrox auf gutem Weg

Darüber hinaus sind die Inzidenzen auch in vielen Gemeinden der Provinz Málaga, zum Teil deutlich gefallen. Am heutigen Freitag, den 5. Februar notieren die Werte für die 14-Tage-Inzidenz in den nachstehend aufgeführten Gemeinden wie folgt: Antequera (516), Alhaurín de la Torre (986), Alhaurín El Grande (812), Coín (1.085), Casares (1.308), Manilva (1.052), Estepona (968), Fuengirola (755), Mijas (879), Marbella (1.163), Benahavís (336), Ojén (1.127), Torremolinos (551), Benalmádena (754), Ronda (1.841), Algarrobo (656), Nerja (445), Torrox (385) und Vélez Málaga mit Torre del Mar (940). In der Provinzhauptstadt Málaga liegt die 14-Tage-Inzidenz bei 928 je 100.000 Einwohner.

Entsprechend können sich viele Gemeinden Hoffnung machen, dass die dort gültigen Beschränkungen bald gelockert werden. Konkret handelt es sich um diejenigen Gemeinden, deren 14-Tage-Inzidenz am 25. Januar über 500 beziehungsweise über 1.000 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner lag.

Wenn eine Gemeinde eine 14-Tage-Inzidenz von 500 erreicht oder überschreitet, wird diese abgeriegelt. Das heißt die Ein- oder Ausreise in eine betroffene Gemeinde ist nur möglich, wenn ein triftiger Grund vorliegt. Ab einer 14-Tage-Inzidenz 1.000 müssen zudem alle nicht systemrelevanten Aktivitäten ruhen.

Am Montag, den 8. Februar geht es für vielen Gemeinden um die Wurst: Marbella, Estepona, Alhaurin de la Torre, und einige andere sollten an diesem Tag mit einer 14-Tage-Inzidenz von unter 1.000 aufwarten. Andernfalls bleiben dort alle nicht systemrelevanten Aktivitäten weitere 14 Tage geschlossen. Während Estepona, Vélez Málaga und Alhaurin de la Torre gute Karten haben (diese Gemeinden notieren bereits heute unter 1.000) muss Marbella noch kräftig zittern und bezüglich ihrer Inzidenz in den kommenden drei Tagen mindestens 164 Punkte abbauen. Coín zum Beispiel hatte es nach den ersten 14 Tagen nicht unter die rote Linie von 1.000 geschafft, weshalb in dieser Gemeinde alle nicht systemrelevanten Aktivitäten bis einschließlich 17. Februar ruhen. Ebenso Alhaurin El Grande, wo alle nicht lebensnotwendigen Tätigkeiten nun bis zum 20. Februar pausieren.

Unterdessen darf Torrox inklusive Torrox Costa und El Morche darauf hoffen, dass dort ab 11. Februar die Abriegelung der Gemeindegrenze wegfällt. Die 14-Tage-Inzidenz der bei deutschsprachigen Residenten und Langzeiturlaubern sehr beliebten Gemeinde in der Axarquía notiert aktuell bei 385 und damit deutlich unter dem Limit von 500 Positivgetesteten je 100.000 Einwohner.

Fallzahlen in Andalusien

Für ganz Andalusien wurden heute binnen 24 Stunden 5.150 Positivgetestete ermittelt. Die 14-Tage-Inzidenz, die die Anzahl der Neuinfektionen an Covid-19 in den letzten 14 Tagen je 100.000 Einwohner abbildet, ist in der Region seit dem vergangenen Dienstag von 924 auf 850 Positivgetestete je 100.000 Einwohner gefallen. Die 7-Tage-Inzidenz hat in Andalusien im selben Zeitraum von 393 auf 326 Positivgetestete je 100.000 Einwohner nachgegeben.

Bezüglich der Krankenhausbelegung durch Covid-Patienten in Andalusien ist diese in den vergangenen drei Tagen von 4.980 auf 4.742 Patienten zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum hat sich die Belegung der Intensivbetten allerdings von 705 auf 717 erhöht. Gestorben sind seit Beginn der Pandemie in Andalusien mittlerweile 6.805 Menschen an oder mit dem Corona-Virus. Das sind 263 Todesfälle mehr als am Dienstag vor drei Tagen.

Regierung stellt Lockerungen in Aussicht

Die andalusische Regierung in Person von Catalina García, Ministerin für Familie und Gesundheit, stellte heute gegen über Vertretern von Presse, Funk und Fernsehen in Aussicht, dass die bestehenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie schon bald etwas gelockert werden könnten. Wie diese Lockerungen konkret aussehen sollen und wann diese in Kraft treten könnten wollte García indes nicht verraten: „In der kommende Woche wird es zu diesem Thema eine Sitzung mit den Gesundheitsexperten der Regierung geben und dann werden wir sehen, was möglich ist“ so die Ministerin. Voraussetzung für möglichere Lockerung sei, dass sich der Trend in Bezug auf die Rückgängigen Inzidenzen und die Entspannung in den Krankenhäuser weiter fortsetze.

Unterdessen will Andalusiens Vize-Präsident Juan Marín keine Lockerungen der Reisebeschränkung zur Osterwoche. Marín erklärte gegenüber der regionalen Tageszeitung „La Voz de Cádiz“, dass die Reisefreiheit innerhalb Andalusiens und zwischen den verschiedenen Autonomen Regionen in Spanien kaum vor Anfang Mai kommen werde. „Bis dahin gehen wir dann auch von deutlich niedrigeren Inzidenzen und einer erhöhten Anzahl von Geimpften aus.” begründete Marín seine Prognose.

Quellen: Junta de Andalucía, Diario SUR, La Voz de Cádiz

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