Nationalpolizei verhaftet in Marbella berüchtigten Drogenboss “Don Carlos”

Der Mann wurde verhaftet, als er über den Transport von 60 Kilogramm Kokain nach Malaga verhandelte, die er in Blumenkisten nach Spanien geschmuggelt hatte

Drogenboss in Marbella
"Don Carlos"hatte sich einem Café in Marbella mit einem Kontaktmann getroffen.

Drogenboss in Marbella festgenommen

Nach 1,5 Jahren Ermittlung gegen einen Drogenboss ist der spanischen Nationalpolizei in Marbella dessen Festnahme gelungen. Die Beamten hatten den als “Don Carlos” bekannten Mann in einem Café in Marbellas Stadtzentrum erwischt, als er mit einer Kontaktperson über den Transport von 60 Kilo Kokain nach Málaga verhandelte.

Nach Angaben der Nationalpolizei gelang es dem Drogenhändler, die Drogen in Blumenkästen versteckt von Kolumbien nach Spanien zu bringen. Anschließend wurden sie in ein Lagerhaus in einem Industriegebiet am Stadtrand von Sevilla gebracht. Hier hatten die Ermittler das Fahrzeug ausfindig gemacht, das für den Weitertransport nach Málaga verwendet werden sollte. Die Drogen waren bereits in einem doppelten Boden des Kofferraums eines Autos versteckt.

Die Beamten warteten auf den richtigen Zeitpunkt und beschlagnahmten nicht nur das Material, sondern verhafteten auch zwei Personen wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an der Aktion. Anschließend folgten sie “Don Carlos”, der in einem Café in Marbella in Begleitung einer anderen Person angetroffen wurde und festgenommen werden konnte.

Bei der Durchsuchung der Wohnung von “Don Carlos” fanden die Beamten einen Revolver mit Munition und mehr als 200.000 Euro in bar.  Darüber hinaus wurden Immobilien im Wert von 350.000 Euro beschlagnahmt. Außerdem wurde beantragt, die Konten von drei natürlichen Personen und sechs Unternehmen zu sperren, da sie in Beziehung zu “Don Carlos” stehen.

Die Nationalpolizei hat den spanischen Drogenboss seit 1993 im Visier, als die ersten Hinweise darauf kamen, dass er bedeutende Kontakte zu bekannten Drogenhändlern in Europa und Südamerika unterhielt. Viele Jahre lang lebte er in Kolumbien und Venezuela und schaffte es, ein gigantisches Geldwäschenetzwerk aufzubauen.

Während seines Aufenthalts in Südamerika verkehrte er auch auf höchster Ebene mit den wichtigsten Drogenhändlern der damaligen Zeit, gehörte zum Medellín-Kartell und wohnte sogar im Madrider Haus eines ehemaligen Chefs des Cali-Kartells, einem Zusammenschluß kolumbianischer Drogenhändler.

Don Carlos wurde nach Angaben der Nationalpolizei zu 24 Jahren Haft verurteilt.

Quellen: Policia Nacional, Diario SUR, Opinion de Málaga

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