Weihnachten in Spanien – so feiern die Spanier

Weihnachten in Spanien wird etwas anders gefeiert, als in Deutschland. Eine Übersicht über die wichtigsten Bräuche, Traditionen und Leckereien.

Weihnachten in Spanien
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Bräuche und Traditionen – Weihnachten in Spanien

In einem katholisch geprägten Land wie Spanien ist Weihnachten eines der wichtigsten Feste des Jahres mit vielen Traditionen und Bräuchen. Weihnachten in Spanien beginnt inoffiziell meist schon vor Heiligabend, am 22. Dezember, mit dem ersten feierlichen Höhepunkt der Vorweihnachtszeit.

An diesem Tag findet die Ziehung der großen Weihnachtslotterie „El Gordo“ in Madrid statt. Jedes Jahr fiebert das Land auf diesen Tag hin und verfolgt gespannt die Ziehung des „El Gordo“ bzw. des „Dicken“ am Fernseher, denn die glücklichen Gewinner dürfen sich über vier Millionen Euro freuen.

Nach der großen Weihnachtslotterie wird am 24. Dezember „La Noche Buena“ gefeiert. An diesem Tag kommt meist die ganze Familie zusammen, um gemeinsam zu Abend zu essen. Im Anschluss wird „La Urna del Destino“ („Urne des Schicksals“) auf den Tisch gestellt, in der sich kleine Geschenke, aber auch Nieten befinden. Jeder darf so lange Päckchen aus der Urne ziehen, bis er ein Geschenk gezogen hat.

Der 25. Dezember ist in Spanien ein gesetzlicher Feiertag, der meist ebenfalls im Kreise der Familie verbracht wird. Während in vielen Ländern die Feierlichkeiten damit bereits vollendet sind, ist Weihnachten in Spanien noch lange nicht vorbei: am 28. Dezember feiern die Spanier den „Día De Los Inocentes“, was auf deutsch übersetzt so viel wie „Der Tag der unschuldigen Kinder“ bedeutet. Vor allem die Kinder spielen an diesem Tag viele Streiche, also die spanische Version des 1. April.

Die lang ersehnte Bescherung findet in Spanien nicht an Heiligabend statt, sondern erst am 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige. Dieser Brauch geht darauf zurück, dass das Jesuskind zwar am 24. Dezember geboren, die Drei Heiligen Könige ihm aber erst am 6. Januar die Geschenke brachten.

Weihnachten in Spanien wird somit bis in den Januar hinein gefeiert. Nach der Geschenkeverteilung am Morgen des 6. Januar geht die Weihnachtszeit dann am Tag darauf auch in Spanien zu Ende.

Weihnachtskrippe statt Tannenbaum

Die in Deutschland allseits bekannte Tradition des Weihnachtsbaumes hat sich auf der iberischen Halbinsel nur teilweise durchgesetzt. Doch auf die festliche Dekoration wird an Weihnachten in Spanien natürlich nicht verzichtet: neben Lichterketten und wunderschöner, farbenfroher Beleuchtung in den Straßen schmücken viele Spanier ihre Häuser mit kunstvoll gestalteten Weihnachtskrippen.

Weihnachtsspezialitäten und Leckereien

Weihnachten in Spanien - Dreikönigskuchen
Der „Roscón de Reyes“ wird traditionell am 6. Januar gegessen.

Weihnachten in Spanien wird vor allem mit der Familie und gutem Essen gefeiert. Neben allen Arten von Süßigkeiten wie Polvorones, Marzipan oder „Turron“, einer traditionellen Süßigkeit aus Mandeln, Zucker, Eiweiß und Honig, wird am 6. Januar ein „Dreikönigskuchen“ gegessen.

Der „Roscón de Reyes“ ist ein ringförmiger Kuchen, in dem sich eine versteckte Figur befindet. Wer die glücksbringende Figur in seinem Kuchenstück hat, darf sich den restlichen Tag über König nennen.

Außerdem bieten viele Restaurants an Heiligabend außergewöhnliche Menüs an. Meist gibt es zahlreiche Vorspeisen, wie iberischen Schinken, Meeresfrüchte und verschiedene Käsesorten, gefolgt von Suppen und Fleischgerichten. Angestoßen wird an Weihnachten in Spanien gerne mit Cava, einem trockenen weißen Schaumwein.

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