Erdbeben Málaga
Ein Erdbeben der Stärke 4,8 hat am Freitagvormittag, 5. Dezember, um 10.38 Uhr die Costa del Sol und große Teile der Provinz Málaga erschüttert.
Nach Angaben des spanischen Instituto Geográfico Nacional (IGN) lag das Epizentrum südlich von Fuengirola, in rund 77 Kilometern Tiefe unter dem Alborán-Meer.
Zunächst hatte das Institut die Stärke mit 4,2 angegeben, sie später aber auf 4,8 korrigiert. Nach derzeitigen Informationen wurden keine Personen- oder Sachschäden registriert.
In weiten Teilen Málagas zu spüren
Das Beben war in weiten Teilen Málagas zu spüren – von Estepona über Benalmádena, Torremolinos und Rincón de la Victoria bis nach Nerja.
Auch im Landesinneren, etwa in Alhaurín de la Torre, Antequera oder Ronda, meldeten zahlreiche Bürger leichte Erschütterungen, die zwischen zwei und fünf Sekunden andauerten. Nach Angaben des IGN wurde das Erdbeben außerdem in Teilen von Granada, Córdoba und dem Guadalquivir-Tal registriert.
Die andalusische Landesregierung aktivierte kurz nach dem Ereignis vorsorglich die Phase der Vorwarnung („fase de preemergencia“) des Notfallplans für seismische Risiken.
Laut der Landesregierung handelte es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, um die Lage zu beobachten und auf mögliche Nachbeben vorbereitet zu sein. Das bestätigte auch das Centro de Coordinación de Emergencias 112 Andalucía in einer Mitteilung.
Nach Einschätzung des IGN sind Erdbeben dieser Stärke in der Region zwar nicht häufig, aber auch nicht außergewöhnlich.
In den letzten Jahren habe es immer wieder vergleichbare seismische Aktivitäten vor der Küste gegeben, vor allem im Bereich der Alborán-Platte, wo die afrikanische und eurasische Erdplatte aufeinandertreffen. Erst am Montag, den 1. Dezember, war bei Estepona ein Beben der Stärke 3,2 registriert worden.
Die Intensität der Erschütterung wurde in den meisten Orten Málagas zwischen II und III auf der europäischen Makroseismischen Skala (EMS-98) gemessen, was einer leichten, aber spürbaren Bewegung entspricht.
Besonders deutlich nahmen Bewohner höherer Stockwerke in Benalmádena, Torrox und Fuengirola das Beben wahr. Nach Angaben lokaler Medien berichteten viele Menschen von „einem kurzen, aber klaren Ruckeln“.
Das IGN und das Instituto Andaluz de Geofísica in Granada überwachen die Region weiterhin auf mögliche Nachbeben, bislang wurden jedoch keine weiteren nennenswerten seismischen Aktivitäten festgestellt.
Quellen: ING, Diario SUR, Málaga HOY, Junta de Andalucía























































