Mijas übernimmt 96 private Urbanisationen – historischer Schritt für 30.000 Einwohner

Stadtentwicklung Mijas

Die Gemeinde Mijas will nach Jahrzehnten rechtlicher Unsicherheit die Verantwortung für 96 private Wohnsiedlungen übernehmen.

Mit dem Schritt sollen mehr als 30.000 Einwohner künftig gleichberechtigt Zugang zu kommunalen Dienstleistungen erhalten. Bürgermeisterin Ana Mata sprach von einem „Meilenstein“, der eine lange Phase des Verfalls und der steuerlichen Ungleichbehandlung beenden soll.

Das Rathaus hat das formelle Verfahren zur Übernahme der Siedlungen eingeleitet, die sich bislang in einer rechtlichen Grauzone befanden.

Straßen, Straßenbeleuchtung, Abwassernetze und Grünflächen lagen bisher in der Verantwortung der Eigentümergemeinschaften.  Künftig sollen diese Infrastrukturen in kommunale Hand übergehen.

Grundlage ist eine neue kommunale Verordnung, die auf dem andalusischen Gesetz zur Förderung der territorialen Nachhaltigkeit (LISTA) basiert. Ziel der Stadtverwaltung ist es, die Regelung noch vor Jahresende endgültig zu verabschieden.

Der erste Schritt erfolgte am Montag mit der Veröffentlichung einer öffentlichen Konsultation, die bis zum 16. Februar läuft.

Nach Angaben der Bürgermeisterin hat die bisherige Situation zu rechtlicher, administrativer und wirtschaftlicher Unsicherheit geführt.

Die Folge sei ein schleichender Verfall der Infrastruktur gewesen, der sich negativ auf Sicherheit, Gesundheit und Sauberkeit ausgewirkt habe. Auch aus Sicht des Umwelt- und Verkehrsschutzes seien Risikosituationen entstanden.

Bislang hatte die Gemeinde lediglich die Kosten für die Straßenbeleuchtung übernommen – auf Grundlage eines Beschlusses aus dem Jahr 2015. Alle weiteren Ausgaben mussten die Anwohner selbst tragen.

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