Málagas Stauseen registrieren höchsten Wasserstand seit 2013

Nach den jüngsten Unwettern legen die sieben Speicher innerhalb einer Woche um rund 100 Kubikhektometer zu

Aktuelle Wasserreserven in Málaga 
Der Stausee Conde de Guadalhorce bei Málaga ist wieder gut gefüllt.

Aktuelle Wasserreserven in Málaga

Die Wasserreserven in der Provinz Málaga haben nach den jüngsten Unwettern ein Niveau erreicht, das seit mehr als zwölf Jahren nicht mehr verzeichnet wurde.

Die sieben Stauseen der Provinz waren am Samstag im Durchschnitt zu mehr als 82 Prozent gefüllt und näherten sich gemeinsam der Marke von 500 Kubikhektometer gespeicherten Wassers.

Ein vergleichbarer Wert wurde zuletzt im außergewöhnlich regenreichen Jahr 2013 erreicht, wie aus Daten der andalusischen Regionalregierung hervorgeht.

Die aufeinanderfolgenden Tiefdruckgebiete Leonardo und Marta haben die Pegelstände in den vergangenen Tagen deutlich steigen lassen.

Insgesamt sichern die aktuellen Bestände – abhängig von klimatischen und demografischen Entwicklungen – Wasser für zwei bis drei Jahre mit vergleichsweise entspannter Lage.

Seit Beginn des hydrologischen Jahres, insbesondere aber in den letzten zwei Monaten, regnet es in der gesamten Provinz „signifikant über dem Normalwert“, wie der Direktor des Meteorologischen Zentrums von Málaga, Jesús Riesco, bestätigt.

Allein im vergangenen Dezember fielen in der Provinz Málaga durchschnittlich 123 Liter pro Quadratmeter, mehr als doppelt so viel wie die 56 Liter im gleichen Monat des Jahres 2024.

Kontrollierte Wasserabgaben in La Concepción bei Marbella

Der deutliche Zuwachs erfolgte trotz mehrerer kontrollierter Abgaben. Besonders betroffen ist der Stausee La Concepción zwischen Marbella und Istán, dessen Winterhöchststand aus Sicherheitsgründen auf 48 Kubikhektometer begrenzt ist.

Um ausreichend Rückhaltevolumen für mögliche Hochwasser zu gewährleisten, wurden dort bereits zweimal Schleusen geöffnet und mehr als fünf Kubikhektometer Wasser abgelassen.

Auch der Stausee Casasola bei Almogía ließ zuletzt Wasser ab, allerdings aus einem anderen Grund: Ziel ist es, Verstopfungen an den Grundablässen durch Sedimente zu vermeiden. Fachleute gehen davon aus, dass nach den heftigen Regenfällen und den Serien von Winterstürmen im Vorjahr rund ein Drittel des Stauraums verschlammt ist.

Aus ähnlichen Gründen sind derzeit auch Abflussmanöver am Tajo de la Encantada vorgesehen, in den die drei Guadalhorce-Stauseen einleiten.

Ein Blick auf frühere Höchststände der Stauseen in Málaga zeigt das aktuelle Potenzial. Das bislang beste Jahr des vergangenen Jahrzehnts war 2020, als im Frühjahr – während des landesweiten Lockdowns – 414 Kubikhektometer erreicht wurden.

Nach der langen Dürrephase erholten sich die Speicher erst im vergangenen Jahr wieder auf insgesamt 377 Kubikhektometer Wasser, bis auf den bisherigen Höchsstand von 440 Kubikhektometer.

La Viñuela ist zu knapp 70 Prozent gefüllt

Einer der größten Stauseen der Provinz, La Viñuela in der Axarquía, erreicht inzwischen knapp 70 Prozent seiner Kapazität. Mit 113 Kubikhektometern Wasser liegt er rund 23 Kubikhektometer über dem Stand von vor einer Woche.

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung im längerfristigen Vergleich: Im Januar 2024 war La Viñuela mit nur sieben Prozent Füllstand als praktisch trocken eingestuft worden. Erst zwischen November 2024 und April 2025 setzte eine nachhaltige Erholung ein, mit der die langanhaltende Dürrephase überwunden wurde.

Die Reserven reichen für über vier Jahre städtischen Verbrauch, bei Einbeziehung der Bewässerung der Landwirtschaft für etwa zwei Jahre.

Auch die für Málaga-Stadt zuständigen Stauseen Conde de Guadalhorce und Guadalhorce haben ihre Reserven teils verdoppelt oder nahezu verdreifacht.

In der formalen Einstufung der Dürrelage befindet sich die Costa del Sol bereits seit Längerem wieder im Normalzustand, ohne Einschränkungen bei der Wasserversorgung.

Quellen: Diario SUR, Opinion de Málaga, Embalses.net, Junta de Andalucía

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