Katastrophengebiet in Málaga
Die spanische Regierung hat sämtliche von den jüngsten Unwettern betroffenen Gemeinden in der Provinz Málaga offiziell zum Katastrophengebiet erklärt.
Mit der Entscheidung wird der Weg für staatliche Hilfen an betroffene Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen frei. Die Regelung gilt nicht nur für das jüngste Sturmtief, sondern für sämtliche Unwetterereignisse der vergangenen drei Monate.
Nach Angaben der Regierung handelt es sich landesweit um insgesamt 76 außergewöhnliche Ereignisse zwischen dem 10. November 2025 und dem 9. Februar 2026.
In diesem Zeitraum zogen bis zu neun schwere Sturmtiefs über die Iberische Halbinsel und verursachten Schäden in 14 autonomen Gemeinschaften sowie in Ceuta.
Für Andalusien werden unter anderem die Tiefdruckgebiete Claudia, Emilia, Leonardo und Marta sowie mehrere Starkregenereignisse aufgeführt.
In der Provinz Málaga waren besonders Gemeinden in der Serranía de Ronda betroffen. In Orten wie Benaoján, Cortes de la Frontera, Jimera de Líbar, Ronda, Genalguacil und Cartajima mussten Anwohner wegen über die Ufer getretener Flüsse evakuiert werden. Auch Casares meldete erhebliche Schäden.
Allein im Straßennetz der Provinz entstanden Schäden an mehr als 30 Straßen. Die Provinzverwaltung in Málaga stellte hierfür zunächst 15 Millionen Euro bereit.
Eine vollständige Schadensbewertung steht jedoch noch aus. Erst danach werden konkrete Summen für staatliche Hilfen festgelegt.
Bewohner von Grazalema bleiben evakuiert

In Andalusien gilt die Sierra de Cádiz als am schwersten getroffenes Gebiet. In Grazalema, dem Epizentrum der jüngsten Schäden, wurde der gesamte Ort am 5. Februar vorsorglich evakuiert.
Hintergrund sind massive Niederschläge, ein vollständig gesättigter Aquifer und die Gefahr von Erdrutschen.
Nach Angaben der andalusischen Landesregierung könnte eine Rückkehr der Bewohner frühestens nach sechs bis sieben Tagen möglich sein.
Derzeit prüfen Fachleute und Geologen des Instituto Geológico y Minero de España (IGME) die Stabilität des Untergrunds, um eine sichere Rückkehr zu gewährleisten.
Quellen: Málaga HOY, Diario de Cádiz, La Sexta
























































