Weißer Hai im Mittelmeer
Das spanische Ozeanografische Institut (IEO-CSIC) hat einen neuen bestätigten Nachweis eines Weißen Hais im spanischen Mittelmeer veröffentlicht.
Wie die Forscher mitteilen, handelt es sich um ein rund zwei Meter langes Jungtier, das bereits im April 2023 vor Alicante gefangen wurde.
Die jetzt in der Fachzeitschrift Acta Ichthyologica et Piscatoria publizierte Studie liefert neue Erkenntnisse zur Verbreitung der im westlichen Mittelmeer als gefährdet eingestuften Art Carcharodon carcharias.
Die Identifizierung des Exemplars erfolgte mittels genetischer Analysen und zählt damit zu den wenigen zweifelsfrei bestätigten Nachweisen eines Weißen Hais in spanischen Mittelmeergewässern in den vergangenen Jahrzehnten.
Nach Angaben der beteiligten Wissenschaftler vom IEO-CSIC und der Universität Cádiz unterstreicht der Fund die zwar äußerst seltene, aber anhaltende Präsenz der Art in dieser Region.
Besonders relevant ist aus wissenschaftlicher Sicht, dass es sich um ein Jungtier handelt. Solche Funde liefern Hinweise auf die Altersstruktur der Population.
Ob es im westlichen Mittelmeer oder in spanischen Gewässern potenzielle Aufwuchs- oder Laichgebiete gibt, bleibt jedoch weiterhin ungeklärt. Hierfür seien langfristige, gezielte Forschungsprogramme erforderlich.
Die Wissenschaftler verweisen zudem darauf, dass dokumentierte Zwischenfälle mit Menschen in spanischen Gewässern über die gesamte Erfassungsperiode hinweg äußerst selten geblieben sind.
Der Weiße Hai stelle an den Küsten Andalusiens und Spaniens insgesamt kein relevantes Risiko für die Bevölkerung dar.
Ökologisch kommt der Art eine zentrale Rolle zu. Als großer Spitzenprädator trägt der Weiße Hai wesentlich zur Stabilisierung mariner Ökosysteme bei.
Aufgrund seiner weiträumigen Wanderungen verbindet er unterschiedliche Meeresregionen und gilt als Indikator für den Zustand der Ozeane.
Quellen: El País, Diario SUR, IEO























































