Der spanische Bahnbetreiber Renfe bleibt bis mindestens 2038 Betreiber der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Mekka und Medina in Saudi-Arabien.
Das gab Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente bei einem Besuch in Riad bekannt. Damit wird der bestehende Vertrag für das sogenannte Haramain-Projekt um weitere fünf Jahre verlängert. Eine Weiterführung war nach dem Zugunglücks von Adamuz zeitweise infrage gestellt worden war.
Puente teilte nach einem Treffen mit dem saudi-arabischen Verkehrs- und Logistikminister Saleh bin Nasser Al-Jasser mit, dass spanische Unternehmen insgesamt Aufträge im Umfang von mehr als 2,8 Milliarden Euro erhalten.
Kern der Vereinbarung ist eine Zusatzvereinbarung zum Haramain-Vertrag, die den Betrieb der Hochgeschwindigkeitslinie Mekka–Medina durch Renfe von bislang 2033 bis 2038 verlängert.
Das vom spanisch-saudischen Konsortium unterzeichnete Gesamtpaket sieht für Betrieb und Wartung der Strecke Einnahmen von rund 300 Millionen Euro pro Jahr vor. Die fünfjährige Verlängerung entspricht damit einem Volumen von etwa 1,5 Milliarden Euro.
Renfe beschäftigt in Saudi-Arabien nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Mitarbeiter, rund ein Drittel davon Frauen. Im Bereich der Lokführung liegt der Frauenanteil sogar nahezu bei 50 Prozent. Renfe gilt damit als Vorreiter beim Einsatz von Frauen als Hochgeschwindigkeitszugführerinnen im Nahen Osten.
Teil der nun verkündeten Vereinbarung ist außerdem der Verkauf von 20 neuen Hochgeschwindigkeitszügen des spanischen Herstellers Talgo im Wert von 1,3 Milliarden Euro. Die Züge sollen aus jeweils 13 Wagen bestehen und mehr als 400 Fahrgäste befördern können.
Sie ergänzen die derzeit 35 Talgo-Züge, die bereits auf der saudischen Hochgeschwindigkeitsstrecke mit einer kommerziellen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 300 Kilometern pro Stunde im Einsatz sind.
Quellen: Renfe, Ministerio de Transporte, Expansion, Diario SUR
























































