Virtuelle Gesundheitskarte Andalusien
Die virtuelle Gesundheitskarte des andalusischen Gesundheitsdienstes SAS soll ab Ende März verfügbar sein und es Bürgern ermöglichen, zahlreiche Verwaltungs- und Gesundheitsleistungen direkt über das Mobiltelefon zu erledigen. Die Karte wird in die sogenannte „Carpeta Ciudadana“ integriert.
Das hat der andalusische Innenminister Antonio Sanz bei der Vorstellung der Digitalen Gesundheitsstrategie Andalusiens (Estrategia de Salud Digital de Andalucía, ESDA) bekannt gegeben.
Die Strategie ist nach Angaben von Sanz eng mit den Zielen der Gesundheitsstrategie Andalusien 2030 abgestimmt, die an diesem Mittwoch im Ministerrat verabschiedet werden soll.
An der Ausarbeitung der ESDA waren mehr als tausend Fachleute beteiligt. In den ersten fünf Jahren stehen dafür 316,5 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel sei ein Gesundheitssystem, das „zugänglicher, datenbasierter, sicherer und stärker auf den Menschen ausgerichtet ist“.
Zahlreiche Digitalprojekte
Neben der virtuellen Gesundheitskarte sieht die Strategie zahlreiche weitere Digitalprojekte vor. Dazu gehören neue Management- und Frühwarnsysteme, die zunächst bei Vorsorgeuntersuchungen eingesetzt werden sollen, um unzulässige Verzögerungen zu verhindern.
Zudem wird der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Früherkennung und schnelleren Diagnose ausgebaut. Entsprechende Anwendungen laufen bereits am Universitätsklinikum Reina Sofía in Córdoba und sollen schrittweise auf alle 32 Brustzentren in Andalusien ausgeweitet werden.
Ein weiteres Projekt ermöglicht es Apotheken, die Medikation chronisch kranker Patienten zu verlängern, ohne dass diese ein Gesundheitszentrum aufsuchen müssen. Dieses Modell wird derzeit in mehreren Gemeinden der Provinz Córdoba erprobt und soll nach und nach in ganz Andalusien eingeführt werden.
Zudem ist eine stärkere Bündelung der digitalen Angebote für die Bevölkerung geplant. Die Anwendungen Salud Responde, ClicSalud+ und Salud Andalucía sollen in einer zentralen App mit dem Namen Salud Responde+ zusammengeführt werden.
Ergänzend werden Systeme zur Steuerung digitaler Warteschlangen eingeführt, um Überlastungen bei stark nachgefragten Online-Diensten zu vermeiden.
Die neuen digitalen Instrumente sollen auch Videokontakte mit medizinischem Fachpersonal ermöglichen und gleichzeitig den Datenschutz sowie die Sicherheit der Prozesse weiter erhöhen.
Quellen: Junta de Andalucía, Diario SUR
























































