Andalusischer Ministerpräsident kündigt Notfallplan zur Bewältigung der Sturmschäden an

Aufbauplan Andalusien
Andalusiens Ministerpräsident beim Besuch der evakuierten Bewohner aus Grazalema. Foto: Junta de Andalucía

Aufbauplan in Andalusien

Nach den schweren Unwettern der vergangenen Wochen will die andalusische Landesregierung nach eigenen Angaben mit einem umfassenden Maßnahmenpaket auf die entstandenen Schäden reagieren.

Ministerpräsident Juan Manuel Moreno kündigte bei einem Besuch in Ronda den sofortigen Start des Programms „Plan Andalucía Actúa“ an. Ziel sei es, zerstörte Infrastrukturen rasch zu reparieren und besonders betroffene Wirtschaftssektoren wiederzubeleben.

Der Plan, der am Dienstag, den 17. Februar, offiziell vorgestellt werden soll, basiert nach Angaben Morenos auf einer Neuaufstellung des Landeshaushalts. Man habe sämtliche verfügbaren Mittel mobilisiert, um schnell handeln zu können.

Das Programm sei offen für weitere Schadensbewertungen, die in den kommenden Tagen konkretisiert würden.

Straßennetz hat Vorrang

Vorrang habe die Wiederherstellung grundlegender Infrastrukturen. „Wir beginnen mit dem Straßennetz, das entscheidend ist, um zur Normalität zurückzukehren, etwa für den Schulbetrieb“, erklärte Moreno.

Für erste Maßnahmen seien 500 Millionen Euro vorgesehen. Zugleich rief er andere Verwaltungsebenen zur Unterstützung auf. Weder Kommunen noch Provinzverwaltungen, die spanische Regierung oder die Europäische Union könnten die Folgen des Unwetters allein bewältigen, betonte er.

Moreno besuchte in Ronda rund 600 evakuierte Einwohner aus Grazalema, Benaoján und Jimena de Líbar, die infolge schwerer Überschwemmungen ihre Häuser verlassen mussten.

Die meisten von ihnen sind derzeit in der städtischen Sporthalle untergebracht. Eine Rückkehr in die betroffenen Orte sei erst möglich, wenn Fachleute die Sicherheit der Gebäude bestätigten.

Derzeit werden die Bewohner von Grazalema darüber informiert, welche Bereiche des Ortes schrittweise wieder freigegeben werden können.

Grundlage seien Gutachten von Spezialisten und Geologen. Sicherheit habe hierbei oberste Priorität, so Moreno. Die gestaffelte Rückkehr werde zunächst weiterhin unter der geltenden Notfallstufe 1 erfolgen.

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