Spanische Zentralbank warnt vor Betrug bei Wohnungsvermietung – Vorsicht bei Banküberweisungen

Immer mehr Fälle von Fake-Angeboten: Wer eine Kaution oder Reservierung per Überweisung leisten soll, sollte laut Banco de España "sehr genau hinschauen".

Immobilienkauf an der Costa del Sol

Mietbetrug Spanien

Ob eine Wohnung für den Urlaub oder zur längerfristige Miete – häufig greift man bei der Suche nach einer Unterkunft auf Internetangebote zurück.

Manchmal stößt man dabei auf eine Wohnung in ausgezeichneter Lage zu einem Preis, der nicht zur Gegend passt … Zu schön, um wahr zu sein?

Die spanische Zentralbank Banco de España hat Verbraucher in einem Online-Blog eindringlich vor Betrugsfällen bei Wohnungsvermietungen gewarnt.

Immer häufiger fordern vermeintliche Vermieter eine Vorauszahlung per Banküberweisung, um eine Wohnung zu reservieren – ob für einen Urlaub oder eine Langzeitmiete.

Doch hinter solchen Angeboten verbergen sich oft professionelle Betrugsnetzwerke.

„Man sollte sich Angebot und Vermieter sehr genau ansehen, bevor man überweist“, heißt es in der Mitteilung der Zentralbank. Denn eine Überweisung ist ein unwiderruflicher Zahlungsvorgang.

Sobald das Geld auf dem Konto des Empfängers gutgeschrieben ist, kann es nicht ohne dessen Zustimmung oder eine gerichtliche Anordnung zurückgeholt werden.

Betroffene sollten bei einem Verdacht sofort ihre Bank kontaktieren, um eine Rückbuchung zu versuchen – auch wenn die Erfolgsaussichten meist gering sind.

Laut der Bank müsse der Überweisende „zumutbare Anstrengungen“ unternehmen, um den Betrag zurückzuerlangen, unter anderem durch Kontakt mit der Empfängerbank.

Die Zentralbank nennt außerdem typische Warnsignale, die auf einen Betrugsversuch hinweisen können:

  • Fotos wirken wie aus einem Katalog oder einer Zeitschrift.
  • Der angebliche Vermieter gibt an, sich im Ausland zu befinden und die Wohnung nicht zeigen zu können.
  • Die Kommunikation erfolgt ausschließlich per E-Mail, oft mit sprachlichen Fehlern.
  • Und vor allem: Es wird eine Vorauszahlung per Banküberweisung verlangt, um die Buchung zu „sichern“.

Die spanische Zentralbank rät, niemals Geld zu überweisen, bevor man die Immobilie besichtigt oder die Identität des Vermieters überprüft hat.

Sichere Zahlungsplattformen oder Treuhanddienste bieten deutlich mehr Schutz.

Quellen: Banco de Espana, Diario SUR, HuffPost

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