Netflix Drehorte in Andalusien
Der Streamingdienst Netflix hat Ronda als einen der zentralen Schauplätze für die Miniserie „Agatha Christie: Die sieben Zifferblätter“ ausgewählt.
Die Stadt in der Provinz Málaga ist bereits in der ersten Folge zu sehen und bildet den Auftakt zu einer Handlung, die von Intrigen, Geheimnissen und Verschwörungen im Umfeld der 1920er Jahre geprägt ist.
Die besondere Topografie und das historische Stadtbild Rondas werden dabei gezielt genutzt, um der Erzählung eine eigenständige visuelle und atmosphärische Ebene zu verleihen.
Netflix veröffentlichte die dreiteilige Miniserie am 15. Januar. Sie basiert auf dem 1929 erschienenen Roman „The Seven Dials Mystery“, einem der weniger bekannten, aber besonders raffinierten Werke der britischen Krimiautorin.
Während die literarische Vorlage im England des Jahres 1925 spielt, erweitert die Serienadaption den geografischen Rahmen und verlegt den Beginn der Handlung in den Süden Spaniens.
Dieser erzählerische Kniff macht Ronda zu einer der zentralen Drehorte der Produktion. Landschaft und Kulturerbe der andalusischen Stadt werden gezielt in einen klassischen Thriller eingebunden, der Elemente von High Society, politischer Intrige und gesellschaftlicher Maskerade verbindet.
Wahrzeichen von Ronda als Netflix Drehort in Andalusien
Die Wahl des Schauplatzes ist bewusst getroffen: Die historische Tiefe und die markante Topografie Rondas unterstreichen den eleganten und zugleich geheimnisvollen Ton der Geschichte.
Als eines der bekanntesten Wahrzeichen der Serranía de Ronda prägt die Stadt mit ihrer Lage über der Tajo-Schlucht und ihrem monumentalen historischen Zentrum das visuelle Erscheinungsbild der Serie.
Zwar wurden einzelne Bereiche digital an die Ästhetik der frühen 1920er Jahre angepasst, doch Charakter und Wiedererkennungswert der Stadt bleiben erhalten. Für Ortskundige sind viele Schauplätze trotz Nachbearbeitung sofort identifizierbar.
Zu den prominentesten Drehorten zählt die Alameda del Tajo. Die Parkanlage aus dem 19. Jahrhundert dient als ruhiger Schauplatz für Übergangsszenen und kontrastiert mit ihrer offenen Aussicht die zunehmende Spannung der Handlung.
Auch die Puente Nuevo, mit 98 Metern Höhe eines der Wahrzeichen Andalusiens, ist mehrfach zu sehen. Ihre monumentale Präsenz verleiht den Szenen zusätzliche Dramatik und symbolische Tiefe.
Ebenfalls eingebunden ist der Arco de Felipe V in der Calle Real. Der doppelte Steinbogen fungiert als historischer Durchgang zwischen verschiedenen Handlungsorten und fügt sich nahtlos in das zeitgenössische Bild der Serie ein.
Die Casa del Rey Moro mit ihren Gärten und dem in den Fels eingelassenen Baukörper verstärkt den geheimnisvollen Charakter der Inszenierung. Ergänzt wird das Ensemble durch die Plaza de Toros de Ronda, deren Bedeutung für die spanische Kultur auch innerhalb der Handlung aufgegriffen wird.

Als eine der ältesten Stierkampfarenen Spaniens verbindet sie die fiktionale Erzählung mit einem zentralen Element des lokalen Erbes.
Inhaltlich setzt die Serie in England des Jahres 1925 ein. Während einer exklusiven Gesellschaft auf einem Landsitz endet ein harmloser Scherz tödlich. Die Ermittlungen übernimmt Lady Eileen Brent, eine ungewöhnliche Protagonistin für das Genre.
Neugierig, entschlossen und fernab klassischer Detektivklischees stößt sie auf ein Geflecht aus politischen Ränken und gesellschaftlichen Abgründen.
Damit bleibt die Serie dem typischen Stil Agatha Christies treu und verbindet klassische Krimispannung mit überraschenden Wendungen.
Quellen: Málaga HOY, Opinion de Málaga






















































