So war der Jahresempfang 2026 der deutschsprachigen Lions

Gute Stimmung unter den rund 90 geladenen Gäste auf der warmen Terrasse des Marbella Golf & Country Clubs.

Lions-Jahresempfang 2026
Alle Fotos: gb, uw.

Lions-Jahresempfang 2026

Pünktlich zum zweiten Jahresempfang des deutschsprachigen Lions Clubs Marbella machte die Costa del Sol seit ein paar Tagen ihrem Namen schon wieder alle Ehre.

Entsprechend heiter war die Stimmung unter den rund 90 geladenen Gäste auf der warmen Terrasse des Marbella Golf & Country Clubs.

Im Anschluss an den Cocktailempfang begrüßte Lionspräsident Wolfgang Stephan alle Anwesenden mit den besten Wünschen für 2026. Dann überbrachte die Verantwortliche der städtischen Residentenabteilung, Remedios Bocanegra, ein Grußwort der Stadt.

Sie würdigte die jahrelange, enge Zusammenarbeit mit dem deutschsprachigen Lions Clubs, der längst ein verlässlicher Partner in Notsituationen geworden sei und mit seinen Events und Ideen viel für Integration und Völkerverständnis in Marbella beitrage.

Als nächster ergriff Luis Dominguez Calderón vom Lions Club Mijas das Mikrophon. Er war an der Gründung des deutschsprachigen Lions Clubs Marbella beteiligt und warb an diesem Sonntag insbesondere für Unterstützung der Menschen in der Ukraine. Seit vielen Jahren arbeitet er in maßgeblichen Gremien von Lions International für die Ziele der weltgrößten Hilfsorganisation.

Und die sind nicht nur materieller Art, wie der Friedensplakatwettbewerb von Lions International dokumentiert, an dem weltweit junge Menschen im Alter von 11 bis 13 Jahren jedes Jahr mitwirken.

So auch Schüler von der Deutschen Schule Málaga. Die deutschsprachigen Lions begleiten diesen Wettbewerb schon seit Jahren und haben die Autorinnen der drei besten Arbeiten diesmal auch auf dem Jahresempfang gewürdigt und ihnen Urkunden und kleine Geschenke überreicht.

Rückschau auf ein ereignisreiches Jahr

Dann ließ Lionspräsident Stephan das Jahr 2025 Revue passieren. Es sei viel geschehen im vergangenen Jahr. Der Club habe sich deutlich verjüngt, sei in kurzer Zeit auf 70 Mitglieder angewachsen und zähle nunmehr zu den drei größten Spaniens.

Das habe auch die Aufmerksamkeit von Lions International geweckt und entsprechende Würdigung erfahren, zumal die Dachorganisation in jüngster Zeit weltweit verstärkte Kampagnen zur Mitgliedererhöhung durchführt.

Die deutschsprachigen Lions haben allerdings einen Aufnahmestop verhängt, um den Integrationsprozess noch besser zu konsolidieren. Doch die Warteliste werde länger, merkte der Clubpräsident an.

Weiter berichtete er, dass allein im vergangenen Jahr Spenden in Höhe von 55.500 Euro an überwiegend lokale Hilfsorganisationen geflossen seien. Diese Summe wurde vor allem durch das Sommerfest und insbesondere das jährliche Golfturnier erwirtschaftet.

„Wir helfen Menschen auf der Schattenseite des Lebens“, resümierte Stephan.“Wohl alle, die wir heute hier versammelt sind, leben auf der Sonnenseite und in Frieden und sollten uns nicht in die Riege der Klagenden einreihen, sondern uns stets bewusst sein, wie gut es uns hier geht.“

Wolfgang Stephans Amtszeit wird im Juni dieses Jahres auslaufen, „mit einem lachenden und einem weinenden Auge, aber mehr als drei Jahre hintereinander Präsident geht nicht“, liess er noch wissen.

Solidarität im Vordergrund

Damit gab er das Wort an Konsul Franko Stritt weiter, der in eben diesem Zusammenhang an den 125 Jahre zurückliegenden Untergang der Korvette SMS Gneisenau im Hafen Málagas und die beispiellose Welle der Solidarität vonseiten der Bürger erinnern wollte.

41 deutsche Seeleute ertranken, aber 400 konnten von Einwohnern der Stadt aus den Fluten gerettet und versorgt werden.

Die damalige spanische Königin, Maria Cristina, verlieh daraufhin der Stadt den heute noch im Stadtwappen sichtbaren Ehrentitel „Muy Hospitalaria“ (Sehr gastfreundlich), und der deutsche Kaiser Wilhelm II stiftete der wenige Jahre später schwer überfluteten Stadt eine neue Brücke, die über den Fluß Guadalmedina führt.

Die im Volksmund „Puente de los Alemanes“ genannte Fußgängerbrücke ist heute noch ein Zeichen der deutsch-spanischen Freundschaft und wird auch immer noch mit deutschen Geldern restauriert.

Nach wie vor gedenken alle deutschen Marineschiffe, die in Málaga einlaufen, der Opfer der Gneisenau, die auf dem Englischen Friedhof bestatten wurden.

Solidarität bewies im Anschluss auch der deutschsprachige Lions Club und spendete die noch verbliebenen Gelder an sechs Organisationen: Je 5.000 Euro erhielten Equilibrio Marino für ihren Kampf um die Seegrasswiesen und das Gleichgewicht der Meere; die Krebsstiftung Cudeca und die Lions Foundation. 2.000 Euro kommen Cadi, einer lokalen Gruppe von 140 Eltern mit schwerstbehinderten Kindern zugute und je 1.000 Euro dem Eselrefugium Donkey Dreamland in Mijas sowie der Caritas in Marbella.

Zu guter Letzt machte noch ein Klingelbeutel die Runde, dessen Inhalt dem während der Flutkatastrophe in Málaga schwer beschädigten Altersresidenz in Álora gespendet werden soll.

Damit war der offizielle Teil beendet, und zum Ausklang gab es auf der Sonnenterrasse nochmals Tapas, Drinks und Ausblicke.

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