Update vom 18. September
Der Jugendliche wurde inzwischen wohlbehalten in Málagas Stadtteil El Palo gefunden. Die Guardia Civil nahm einen etwa 35-jährigen Spanier fest, der den Jungen zwei Tage lang in einem Zelt beherbergt hatte und trotz Kenntnis der Fahndung die Behörden nicht informierte. Die Ermittler prüfen nun, ob der Mann sich wegen Verletzung der Meldepflicht verantworten muss.
Die Guardia Civil ermittelt im Fall des 14-jährigen Marc Ian, der seit Montag, den 15. September, in Rincón de la Victoria (Provinz Málaga) vermisst wird.
Der Jugendliche, der mit seinen Eltern und seiner Großmutter zusammenlebt, verließ am Morgen das Haus, ohne im nahegelegenen Gymnasium zu erscheinen. Seitdem fehlt von ihm jede Spur.
Nach Angaben seines Vaters, Marco Antonio Campos, zeigte sich Marcian am Vorabend noch „fröhlich und unbeschwert“. Am Tag seines Verschwindens bat er seine Großmutter, ihm mehrere belegte Brote einzupacken, nahm zwei bis drei Hosen sowie einen Sechserpack Saft mit und verließ die Wohnung bereits um 10.45 Uhr – eine Stunde vor Unterrichtsbeginn.
Da er kein eigenes Handy besitzt, nutzte er das Mobiltelefon seiner Großmutter, um sich mit einem Freund auszutauschen. In den Nachrichten schrieb er: „Wir treffen uns, das ist das letzte Mal, dass du mich siehst.“ Der Freund habe ihn daraufhin ermahnt, nichts „Illegales oder Unangemessenes“ zu tun.
Die Familie alarmierte sofort die Guardia Civil, nachdem klar wurde, dass Marcian nicht zur Schule gegangen war. Erste Hinweise auf mögliche Sichtungen in Chilches und in der Nähe des Parque Tecnológico de Andalucía stellten sich als Fehlalarm heraus.
Marc Ian ist 1,69 Meter groß, schlank, hat dunkle Augen und dunkles Haar. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens trug er einen weißen Kapuzenpullover, dunkelgraue Cargohose, weiß-blaue Nike-Boots und eine schwarze Armbanduhr. Seine Familie stammt ursprünglich aus Ecuador.
Die Guardia Civil bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Hinweise zum Aufenthaltsort des Jugendlichen können direkt an die Notrufnummer 062 oder über die Organisation SOS Desaparecidos gemeldet werden.
Quellen: Málaga Hoy, SOS Desaparecidos
























































