Kein AVE nach Madrid bis März: Hochgeschwindigkeitsverbindung ab Málaga bleibt unterbrochen

AVE nach Málaga

Die Hochgeschwindigkeitsverbindung AVE zwischen Málaga und Madrid bleibt weiterhin unterbrochen. Als neuen Termin für die Wiederaufnahme des Betriebs hat die spanische Bahngesellschaft Renfe nun den 1. März genannt.

Zuvor waren bereits der 2. Februar sowie der 8. Februar als mögliche Termine angekündigt worden, ohne dass die Strecke wie geplant wieder freigegeben werden konnte.

Die vorübergehende Einstellung der Hochgeschwindigkeitsverbindung verursacht nach Schätzungen der Provinzverwaltung (Diputación) wirtschaftliche Schäden in Höhe von rund 109 Millionen Euro.

Grund für die Unterbrechung sind das schwere Zugunglück bei Adamuz sowie ein Erdrutsch in Álora, nach dem die Strecke weiterhin gesperrt ist. Ein konkreter Termin für die Wiederaufnahme des Verkehrs zwischen Málaga und Madrid steht bislang nicht fest.

Nach Angaben der Provinzverwaltung werden im Zeitraum vom 19. Januar bis 1. März voraussichtlich über 65.000 Touristen weniger an die Costa del Sol reisen.

Insgesamt hätten in diesem Zeitraum unter normalen Umständen mehr als 140.000 Personen die Zugverbindung genutzt, heißt es in einer Mitteilung unter Berufung auf offizielle Mobilitätsdaten und das übliche Reiseverhalten.

Der Präsident der Diputación de Málaga, Francisco Salado, betonte, die wirtschaftlichen Auswirkungen gingen weit über den Tourismussektor hinaus.

Besonders betroffen sei auch der spanische Markt, der in den Wintermonaten die wichtigste Herkunftsregion für Besucher der Provinz darstelle. Die fehlende Bahnverbindung beeinträchtige nicht nur die Ankunft von Urlaubern, sondern die gesamte Provinzwirtschaft.

Málaga verfüge über ein bedeutendes Technologie- und Unternehmensökosystem, erklärte Salado. Tausende Berufstätige pendelten regelmäßig aus beruflichen Gründen oder kombinierten Telearbeit mit zeitweiligen Aufenthalten in der Provinz.

Eine direkte und wettbewerbsfähige Bahnverbindung nach Madrid sei daher nicht nur für den Tourismus entscheidend, sondern auch für Geschäftsreisen, Kongresse, Meetings und branchenübergreifende Projekte.

Quellen: Diputación de Málaga, Diario SUR, Málaga HOY

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