Starkregen zwingt zur vollständigen Evakuierung von Grazalema – alle Bewohner werden in Ronda untergebracht

Innerhalb von nur 16 Stunden fiel dort so viel Regen wie sonst in der gesamten Autonomen Gemeinschaft Madrid im Verlauf eines ganzen Jahres.

Evakuierung Grazalema
Foto: EMA 112

Evakuierung Grazalema

Die anhaltenden Starkregenfälle infolge des Sturmtiefs Leonardo haben zur vollständigen Evakuierung der Gemeinde Grazalema (Provinz Cádiz) geführt.

Der andalusische Ministerpräsident Juan Manuel Moreno kündigte am Donnerstag die „präventive, gestaffelte und geordnete“ Räumung des Ortes an.

Grund ist die akute Gefahr von Erdrutschen durch die enormen Wassermengen, die den Untergrund instabil gemacht haben. Der Aquifer in der Region ist gesättigt, zudem besteht das Risiko von Gebäudeschäden und möglichen Einstürzen.

Grazalema verzeichnet dabei historische Niederschlagswerte. Innerhalb von nur 16 Stunden fiel dort so viel Regen wie sonst in der gesamten Autonomen Gemeinschaft Madrid im Verlauf eines ganzen Jahres. Die außergewöhnliche Intensität der Niederschläge hat die Lage zusätzlich verschärft.

Evakuierung Grazalema
Ministerpräsident Juan Manuel Moreno in Grazalema. Foto: Junta de Andalucía

Evakuierung in Grazalema ist verpflichtend

Die Evakuierung ist verpflichtend, kein Einwohner darf im Ort verbleiben. Einsatzkräfte der Guardia Civil führen den Abzug der Bevölkerung Haus für Haus und nach besonders gefährdeten Zonen durch.

Unterstützt werden sie von Einheiten der Militärischen Notfalleinheit UME. Die mehr als 1.600 Betroffenen werden in die Stadt Ronda in der Provinz Málaga gebracht, wo die Stadtverwaltung Sporthallen und weitere Einrichtungen für die vorübergehende Unterbringung bereitgestellt hat.

Das folgende Video, das die spanische Guardia Civil mit einer Drohne aufgenommen hat, zeigt die Auswirkungen der intensiven Regenfälle in Grazalema.

Quellen: Diario SUR, Junta de Andalucia, EMA

HINTERLASSE EINE ANTWORT

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein