Grazalema in der Provinz Cádiz steht nach heftigen Regenfällen vor einer Ausnahmesituation.
Das kleine Bergdorf in der Sierra de Cádiz ist nach Angaben der andalusischen Landesregierung besonders stark von dem Tiefdruckgebiet Leonardo betroffen, das bereits fast 300 Liter Regen pro Quadratmeter gebracht hat.
Der aufgeweichte Boden kann kein weiteres Wasser mehr aufnehmen, sodass Regen und Oberflächenwasser ungehindert durch die Straßen fließen und zahlreiche Häuser überfluten.
In sozialen Netzwerken kursieren Videos, die zeigen, wie Wasser durch Böden, Fliesen, Steckdosen und Sicherungskästen in Wohnungen eindringt.
Anwohner versuchen, das Wasser aus ihren Häusern zu pumpen.
Viele sprechen von der schwersten Hochwassersituation seit 1964, als veraltete Kanalisationssysteme große Teile des Ortes unter Wasser setzten.
Zur Unterstützung der Einsatzkräfte ist die Militärische Notfalleinheit UME auf dem Weg nach Grazalema, um bei Abpumparbeiten in Häusern und auf Straßen zu helfen.
Bereits im Einsatz sind 25 Waldbrandbekämpfer des Plans Infoca mit einer Lösch- und Pumpfahrzeug-Einheit.
https://twitter.com/Plan_INFOCA/status/2019116246038638764
Hinzu kommen Kräfte der andalusischen Notfallagentur sowie Einheiten des zweiten Katastrophenbataillons der UME aus Morón de la Frontera.
Die Lage bleibt angespannt: Mehrere Zufahrtsstraßen nach Grazalema sind gesperrt, der Ortsteil Benamahoma ist derzeit vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Zudem kam es zu Stromausfällen.
Der zuständige Regionalminister Antonio Sanz sprach von einer „sehr komplizierten Situation“ und schloss nicht aus, dass bis zu 400 Menschen vorsorglich ihre Häuser verlassen müssen.
Auch in den kommenden Stunden gilt weiterhin höchste Alarmstufe.
Parallel ist die UME auch in anderen Teilen Andalusiens im Einsatz, unter anderem im Campo de Gibraltar, wo die Pegelstände der Flüsse Hozgarganta und Guadiaro kritisch beobachtet werden.
Quellen: Diario SUR, El Mundo, ABC, 20 Minutos


















































