Sturm verkleinert Strände in Marbella teils um bis zu zehn Meter

Stadt aktiviert Sonderplan – besonders schwere Schäden in San Pedro Alcántara, wo Teile des Abwassersystems freigespült wurden

Unwetter in Marbella
Foto: Ayuntamiento de Marbella

Unwetter in Marbella

Das Sturmtief Leonardo hat an mehreren Stränden von Marbella erhebliche Sandverluste verursacht.

Nach ersten technischen Einschätzungen der Stadtverwaltung ist die Breite einzelner Strandabschnitte um bis zu zehn Meter zurückgegangen.

Das Rathaus hat angesichts der Lage ein Sonderkonzept aktiviert, um Schäden zu sichern und Gefahren für die Bevölkerung zu minimieren.

Besonders betroffen ist der Strand Artola–Cabopino, wo zwischen dem Dünensystem und der Hochwasserlinie ein Rückgang von rund fünf Metern in der Breite und bis zu 1,20 Metern in der Höhe festgestellt wurde.

Am schmalsten Abschnitt des Strandes Venus–Bajadilla verringerte sich die nutzbare Breite von zuvor etwa 13 Metern auf nur noch rund drei Meter.

Auch der Strand von San Pedro Alcántara verzeichnet nach Angaben der Stadt einen Verlust von rund zehn Metern Breite und bis zu zwei Metern Höhe. Dort kam es zudem zu schweren Schäden am Abwassersystem.

Schäden an Dünen, Duschen und Stegen

Weitere deutliche Sandverluste wurden an zahlreichen Stränden des Gemeindegebiets festgestellt, deren genauer Umfang derzeit noch geprüft wird. Der zuständige Stadtrat Diego López erklärte, das aktuelle Unwetter habe eine ohnehin angespannte Situation nach mehreren Stürmen in den vergangenen Wochen weiter verschärft.

Betroffen seien unter anderem Las Cañas, Las Chapas, La Víbora, Real de Zaragoza, Alicate, Adelfa-Realejo, El Pinillo, Nagüeles, Cortijo Blanco, Guadalmina sowie die innerstädtischen Strände Venus, Faro und La Fontanilla.

Dort kam es zu Unterspülungen von Zugängen, Anhäufungen von Treibgut und Pflanzenresten sowie zu Schäden an Dünen, Stegen, Duschen, Wachtürmen, beschatteten Bereichen und weiterem Strandmobiliar.

Besonders gravierend sind laut der Stadt die Schäden in San Pedro Alcántara. Dort brach das Abwassersystem, rund 400 Meter Rohrleitung wurden freigespült, Schächte und Sicherungselemente liegen offen.

Nach Angaben des Stadtrats wurden umgehend Maßnahmen eingeleitet, um Risiken zu beseitigen und die Umwelt- und Badesicherheit zu gewährleisten.

Vorrang haben derzeit Reinigungsarbeiten, die Absperrung betroffener Zugänge, die Sicherung beschädigter Infrastruktur sowie das maschinelle Neuprofilieren der Strände, sobald es die Wetterlage zulässt.

Intensive Aufräumarbeiten in Marbella

Das aktuelle Unwetter reiht sich in eine Serie von Stürmen im Januar ein, die bereits intensive Aufräum- und Wiederherstellungsarbeiten in Marbella erforderlich gemacht hatten.

Damals wurden nach Angaben der Stadt mehr als 1, 4 Tonnen Schilf und Pflanzenreste entfernt, vor allem an Stränden wie La Fontanilla, Casablanca, Nagüeles, El Alicate und La Víbora sowie entlang der östlichen Küste von Adelfas–Los Monteros bis Artola–Cabopino.

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