Tourismusboom in Spanien hält an: Fast 100 Millionen Besucher im Jahr 2025

Spanien vor historischem Rekordjahr – Andalusien und die Costa del Sol verzeichnen kräftiges Wachstum bei Gästen und Einnahmen

Reisen nach Spanien aktuell und Andalusien
Der Flughafen Málaga ist bei Reisen nach Andalusien die wichtigste Anlaufstelle.

Tourismus Spanien 2025

Spanien steuert auf ein neues Allzeithoch im Tourismus zu. Laut den aktuellen Daten des spanischen Statistikamtes (INE) zählte das Land bis Ende November 91,5 Millionen internationale Besucher – so viele wie nie zuvor.

Allein im November reisten 5,8 Millionen Touristen ein, ein Zuwachs von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auch wirtschaftlich zeigt sich der Sektor robust: Die Touristenausgaben legten im November um 5 Prozent zu und erreichten über acht Millionen Euro, wie die ergänzende Erhebung Egatur zeigt. Im Durchschnitt gab jeder Besucher 1.399 Euro aus (+2,9 %), während die täglichen Ausgaben sogar um 5,4 Prozent auf 188 Euro stiegen.

Für das Gesamtjahr 2025 wird ein historischer Rekord erwartet. Um die Marke von 100 Millionen Besuchern zu überschreiten, müssten die Dezemberzahlen jedoch doppelt so hoch ausfallen wie im gleichen Monat 2024 (5,2 Millionen Touristen).

Selbst wenn das Ziel knapp verfehlt wird, wäre 2025 das stärkste Tourismusjahr der Geschichte Spaniens.

Andalusien und Costa del Sol profitieren

Unter den nationalen Reisezielen führen die Kanarische Inseln mit einem Anteil von 25,3 Prozent am Gesamtaufkommen, vor Katalonien (22,0 %) und Andalusien (14,3 %).

Nach Angaben des INE empfing Andalusien bis November rund 13 Millionen ausländische Besucher, ein Plus von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Löwenanteil entfiel auf die Provinz Málaga, wo die Costa del Sol weiterhin zu den beliebtesten Reisezielen des Landes zählt.

Die Hotelübernachtungen in Málaga stiegen um rund 7 Prozent, während die durchschnittlichen Ausgaben pro Tourist im Schnitt über 160 Euro pro Tag betrugen. Vor allem Reisende aus Großbritannien, Deutschland und den nordischen Ländern sorgten für stabile Belegung auch in der Nebensaison.

Trend zum klassischen Hotel

Auch bei den Übernachtungsarten setzte sich der Trend zum klassischen Hotel in Spanien fort: Die Hotelübernachtungen stiegen um 6,1 Prozent, während die Nutzung von Ferienwohnungen (-1,9 %) und nicht kommerziellen Unterkünften (-5,6 %) zurückging.

Leichte Zuwächse gab es im Campingbereich (+1,5 %) und bei Ferienapartments (+7,9 %), während der ländliche Tourismus ein Minus von 8,3 Prozent verzeichnete.

Quellen: INE, Diario Sur, Málaga Hoy

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