Das traditionsreiche Restaurant Santiago, über Jahrzehnte eines der gastronomischen Wahrzeichen der Costa del Sol, hat einem Burger King Platz gemacht. Das berichtet die spansiche Tageszeitung Diario SUR.
Das Lokal an der Avenida Duque de Ahumada in Marbella, das mehr als ein halbes Jahrhundert lang von Santiago Domínguez geführt wurde, ist seit dieser Woche ein Schnellrestaurant. Damit endet endgültig ein Kapitel lokaler Gastronomiegeschichte.
Domínguez, einer der dienstältesten Gastronomen Andalusiens, hatte den Betrieb 2024 im Alter von 85 Jahren geschlossen, nachdem mehrere Versuche, einen Nachfolger zu finden, gescheitert waren.
Seine ursprüngliche Absicht, das Restaurant in andere erfahrene Hände zu übergeben und den Stil des Hauses zu bewahren, ließ sich nicht verwirklichen.
Das neue Burger-King-Restaurant nutzt nur einen Teil der ehemaligen Räume. Der übrige Bereich wird bald von der US-Kette Popeyes belegt, die dort ihr erstes Lokal in Marbella eröffnet. Damit betreibt Burger King nun fünf Filialen in der Stadt und rund 60 in der gesamten Provinz Málaga.
Das Restaurant Santiago galt über Jahrzehnte als kulinarische Institution. Prominente Gäste wie die Fürsten von Monaco, Salvador Dalí, Jackie Kennedy, Julio Iglesias, Mario Vargas Llosa und die spanische Königsfamilie kehrten dort regelmäßig ein. Domínguez selbst hatte 1957 mit einem einfachen Strandlokal in La Fontanilla begonnen und das Restaurant Santiago 1972 eröffnet.
Der Gastronom, der auch das Hochzeitsbankett von Nobelpreisträger Camilo José Cela ausrichtete, verabschiedete sich 2024 endgültig aus dem Berufsleben – nun ist an seiner Stelle Fast Food eingezogen.
Monate zuvor war bereits die Fast-Food-Kette Five Guys in die Räumlichkeiten der legendären Cafetería Marbella am Alameda Park eingezogen. Ein Trend der bereits 1995 begann, als der wohl schönste MC Donalds der Erde im Gebäude des ehemaligen Café Imperial in Porto eröffnete.






















































