Unwetter in Andalusien führen zur Evakuierung von 11.000 Menschen

Unwetter Andalusien
Situation in Dúdar, etwa 20 Kilometer östlich von Granada. Foto: EMA Infoca

Unwetter in Andalusien

Die Unwetter in Andalusien haben zur Evakuierung von nahezu 11.000 Menschen geführt.

Die anhaltenden Niederschläge haben die Aufnahmefähigkeit von Böden, Flüssen und Stauseen überschritten und zu Überschwemmungen sowie instabilem Untergrund geführt.

Besonders betroffen ist die Provinz Cádiz mit rund 8.000 Evakuierten. Weitere Räumungen gab es unter anderem in Córdoba, Jaén, Málaga, Granada sowie in geringerem Umfang in Sevilla und Huelva.

Die Lage bleibt angespannt, da weiter steigende Pegelstände und Bodenbewegungen zusätzliche Evakuierungen erforderlich machen können. In Alarmbereitschaft wegen Überflutungen sind jetzt auch Jerez und Córdoba.

Das Video der spanischen Nationalpolizei zeigt die aktuelle Situation in Córdoba.

Boden ist gesättigt, Stauseen sind voll

Die andalusische Landesregierung hält den Notstand auf Stufe 2 mindestens bis Mittwoch, den 11.Februar, aufrecht. Damit können Einsatzkräfte aller Verwaltungsebenen eingebunden werden.

Nach Angaben von Andalusiens Ministerpräsident Moreno sind auch für das Wochenende und den Wochenbeginn weitere teils kräftige Regenfälle zu erwarten. Der Boden sei gesättigt, viele Stauseen seien voll.

In einigen besonders betroffenen Orten, darunter Grazalema (Cádiz), das vollständig evakuiert wurde, werden geologische Untersuchungen durchgeführt. Je nach Ergebnis könnte der Sicherheitsbereich ausgeweitet werden.

Die wirtschaftlichen Schäden sind bereits jetzt erheblich. Allein an Straßen in regionaler Zuständigkeit beziffert die Junta de Andalucía die bisherigen Schäden auf mehr als 500 Millionen Euro.

Die andalusische Landesregierung hat die spanischen Zentralregierung um Unterstützung aus staatlichen Ausgleichsfonds sowie zusätzliche Hilfen der Europäischen Union gebeten.

Quellen: Junta de Andalucía, Diario SUR, Canal SUR, EMA

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