Trinkwasser Axarquía
In der Axarquía im Osten der Provinz Málaga haben drei kleine Gemeinden – Iznate, El Borge und Totalán – das Trinkwasser ihrer kommunalen Netze vorübergehend als nicht zum Verzehr geeignet eingestuft.
Grund ist ein erhöhter Gehalt an Chloraten, einem Nebenprodukt der Wasserdesinfektion mit Chlor. Betroffen sind rund 3.000 Einwohner.
Die Analysewerte überschreiten den seit 2023 geltenden Grenzwert von 0,7 Milligramm pro Liter, der im spanischen Real Decreto 3/2023 festgelegt ist. Bislang wurde dieser Parameter in Routinekontrollen nicht gesondert überprüft.
Alle drei Orte werden über das Stauseesystem La Viñuela versorgt, eine punktuelle Verschmutzung des Grundwassers liegt also nicht vor.
Laut dem Gesundheitsdistrikt Axarquía handelt es sich nicht um eine akute Kontamination, sondern um ein Problem, das bei der Verwendung und Lagerung von Desinfektionsmitteln entstehen kann. Wird Natriumhypochlorit zu lange gelagert oder zu hoch dosiert, kann sich Chlorat bilden.
Experten betonen, dass dies kein gefährlicher Schadstoff im klassischen Sinn sei, aber bei längerer Exposition vor allem für Säuglinge, Schwangere und Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen ein Risiko darstellen könne.
Iznate war Ende Oktober die erste Gemeinde, die erhöhte Werte meldete und den Alarm auslöste. Nach gründlicher Reinigung der beiden Wasserdepots und Anpassung der Chlorierungsverfahren konnte der Ort inzwischen Entwarnung geben.
Bürgermeister Gregorio Campos (PSOE) erklärte, die jüngsten Analysen seien „vollständig unauffällig“ und dankte der Bevölkerung für ihre Geduld.
In El Borge und Totalán bleibt die Empfehlung, kein Leitungswasser zu trinken oder zum Kochen zu verwenden, weiterhin bestehen.
Die Rathäuser haben kostenlose Ausgabestellen für Flaschenwasser eingerichtet und prüfen gemeinsam mit der Wassergesellschaft Axaragua Korrekturmaßnahmen.
Das Unternehmen betont, dass die Wasserqualität an der Entnahmestelle des Stausees im gesetzlichen Rahmen liege – die Abweichungen entstünden offenbar in den kommunalen Verteilnetzen.
Die Behörden erwarten, dass sich die Werte in den kommenden Tagen stabilisieren. Erst wenn mehrere aufeinanderfolgende Proben die Grenzwerte unterschreiten, dürfen die Gemeinden das Wasser wieder freigeben.
Quellen: Diario SUR, Onda Cero, Cadena SER





















































