Unwetter zerstört Überreste des alten Wachturms an der Felsenküste von Maro

Wachturm bei Maro

Wachturm bei Maro

Die letzten Überreste des alten Wachturms, der über dem Strand Molino de Papel in Nerja thronte, sind vergangene Woche dem starken Unwetter Leonardo zum Opfer gefallen.

Der aus dem Jahr 1751 stammende Turm im Naturschutzgebiet Maro-Cerro Gordo, der auch als ‚Torre del Río de la Miel‘ bezeichnet wurde, befand sich bereits seit Jahrzehnten in einem äußerst desolaten Zustand.

Der mehrere Tage andauernde starke Wellengang und heftige Winde bereiteten dem Bauwerk, das seit 2022 als Kulturgut von besonderem Interesse (BIC) galt und auf der Roten Liste gefährdeten Kulturerbes geführt wurde, schließlich ein jähes Ende.

Wachturm bei Maro
Der Wachturm bei Maro war ein Teil des Verteidungungssystems an der Küste. Fotos: mw

Der Wachturm am Río de la Miel, der im 18. Jahrhundert auf einer Festungsanlage aus dem 16. Jahrhundert rekonstruiert wurde, bildete Teil des Verteidigungssystems an der Küste.

Kulturelle Organisationen, Forscher und Biologen, die seit Jahren vor dem desolaten Zustand des Turmes warnten und immer wieder dazu aufriefen, dieses Denkmal zu restaurieren, bedauern das Verschwinden sehr.

Der Naturschutzverein GENA in der Axarquía hatte erst vor einigen Wochen noch vor der Nutzung des Turmes für Freizeitaktivitäten gewarnt, um das denkmalgeschützte Bauwerk nicht unnötig zu gefährden.

Darüber hinaus besaß das Denkmal auch einen hohen landschaftlichen Wert. Für Einheimische und Besucher eröffnet sich nun eine völlig andere Aussicht auf die Steilküste.

Das Bild der Klippen von Maro wird ohne den Turm, der unzähligen Fotos, insbesondere bei Sonnenuntergang, eine besondere Romantik verliehen hat, nicht mehr dasselbe sein.

Mit dem Absturz des Torre del Río de la Miel ist ein historisches Wahrzeichen an Nerjas Küste für immer verschwunden.

Wachturm bei Maro
Der Wachturm bei Maro bei Sonnenuntergang.

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