Spanisches Königspaar in Adamuz: „Die Stärke eines Landes zeigt sich im Umgang mit Katastrophen“

Zugunglück Spanien
Foto: Casa Real

Zwei Tage nach dem schweren Zugunglück bei Adamuz haben König Felipe VI. und Königin Letizia am Dienstag die Unfallstelle in der Provinz Córdoba besucht, um den Opfern, ihren Angehörigen sowie den Einsatzkräften ihre Unterstützung auszusprechen.

Während des dreistündigen Aufenthalts verschafften sich die Monarchen ein Bild der Zerstörung, die der Zusammenstoß der Züge hinterlassen hat. Mindestens 42 Menschen kamen ums Leben, mehr als 100 wurden verletzt.

Vor Ort sprachen Felipe und Letizia mit Helfern, die seit Sonntag unermüdlich im Einsatz sind, um weitere Opfer aus den Trümmern zu bergen.

„Wir möchten die hohe Professionalität aller Beteiligten würdigen, und die Bereitschaft aller Verwaltungen, gemeinsam und koordiniert zu handeln“, erklärte der spanische König nach einem Besuch im Universitätsklinikum Reina Sofía, in dem der Großteil der Verletzten behandelt wird.

Dort informierten sich die Monarchen über die medizinische Versorgung und besuchten einige Patienten sowie deren Familien. Laut aktuellem Bericht befinden sich noch 39 Verletzte – 35 Erwachsene und vier Kinder – im Krankenhaus. Weitere 83 Personen konnten bereits entlassen werden.

Zuvor hatten Felipe VI. und Letizia das Bürgerzentrum Poniente Sur in Córdoba aufgesucht, wo Psychologen und Sozialarbeiter Angehörige der Opfer betreuen.

Das Königspaar brachte seine Anteilnahme „im Namen des ganzen Landes“ zum Ausdruck und lobte den „gemeinschaftlichen Einsatz“ der Institutionen, Rettungsdienste, Freiwilligen und Einwohner von Adamuz. „Ein Land zeigt seine Stärke auch darin, wie es mit Notfällen umgeht, wie gut seine Dienste zusammenarbeiten und wie beschützt sich die Menschen fühlen“, sagte Felipe VI.

Er wies zugleich darauf hin, dass selbst bei bester Infrastruktur Unfälle nie völlig auszuschließen seien. Das Unglück von Adamuz sei „sehr tragisch“ gewesen, aber „frühzeitige Hilfe“ habe Schlimmeres verhindert.  „Wir alle tragen Verantwortung dafür, beim Aufräumen nach einer Katastrophe nicht wegzusehen“, sagte Königin Letizia.

Quellen: Diario SUR, Málaga HOY, Casa Real

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