
Waserreserven in Málaga
Nach mehreren Wochen mit aufeinanderfolgenden Atlantiktiefs entspannt sich die Wettersituation in der Provinz Málaga. Mit dem Azorenhoch ist die Sonne zurückgekehrt – und die Stauseen sind so gut gefüllt wie seit Herbst 2013 nicht mehr.
Nach Angaben des offiziellen andalusischen Messnetzes Hidrosur liegen die sieben Talsperren der Provinz derzeit bei über 90 Prozent ihrer Gesamtkapazität.
Zu Wochenbeginn speichern sie zusammen knapp 550 Kubikhektometer (hm³) Wasser. Das ist mehr als dreimal so viel wie vor einem Jahr und fünfmal so viel wie vor zwei Jahren, als die Dürre die Reserven zeitweise unter die Marke von 100 hm³ sinken ließ.
Speicher füllten sich besonders im Januar und Februar
Noch Anfang 2026 lagen die Speicherstände bei 343 hm³ und damit etwa bei der Hälfte ihrer Kapazität.
Allein im Januar und Februar kamen mehr als 200 hm³ hinzu. In der vergangenen Woche stiegen die Reserven dank anhaltender Zuflüsse um weitere 26 hm³ – trotz kontinuierlicher kontrollierter Wasserabgaben, die inzwischen an nahezu allen Talsperren vorgenommen wurden. Lediglich La Viñuela in der Axarquía musste bisher kein Wasser ablassen.
Rechnerisch entsprechen die derzeitigen 550 hm³ einem Trinkwasservorrat von rund dreieinhalb Jahren für die Provinz Málaga.
Grundlage ist ein durchschnittlicher Jahresverbrauch von etwa 159 hm³ – 47 hm³ für die Stadt Málaga, 90 hm³ für die westliche Costa del Sol und 22 hm³ für die Axarquía.
Die landwirtschaftliche Nutzung ist dabei nicht berücksichtigt; Antequera und Ronda versorgen sich überwiegend aus eigenen Brunnen. Voraussetzung für eine solche rechnerische Versorgung wäre zudem eine flexible Umverteilung der Ressourcen zwischen den Versorgungsgebieten.
Höchster Füllstand im Stausse Guadalteba
Den höchsten Füllstand verzeichnet derzeit der Stausee Guadalteba mit 151 hm³ – vor einem Jahr waren es lediglich 32 hm³.
Das Reservoir profitierte besonders stark von den jüngsten Niederschlägen. In der vergangenen Woche wurde die natürliche Verbindung zum benachbarten Guadalhorce-Stausee wiederhergestellt, sodass überschüssiges Wasser dorthin abfließen konnte.
Der Guadalhorce speichert aktuell knapp 124 hm³, nachdem er vor anderthalb Jahren mit nur 12 hm³ ein historisches Tief erreicht hatte.
Beide Anlagen sind zu 98 Prozent gefüllt und verfügen gemeinsam über ausreichend Wasser, um die Stadt Málaga rechnerisch sechs Jahre lang zu versorgen.
Der dritte Stausee dieses Verbunds, Conde del Guadalhorce, ist laut Hidrosur vollständig gefüllt und erreicht 66,9 hm³. In der Vorwoche war mit 69 hm³ sogar ein historischer Höchststand registriert worden, obwohl die offizielle Kapazitätsgrenze bei 66 hm³ liegt.
La Viñuela in der Axarquía meldet über 80 Prozent Füllstand

Besonders deutlich ist der Wandel am Stausee La Viñuela in der Axarquía. Innerhalb eines Jahres hat sich die gespeicherte Wassermenge vervierfacht.
Mit 134 hm³ und einem Füllstand von 81,5 Prozent nähert sich das Reservoir seinem dritthöchsten historischen Wert von 135 hm³ aus dem Juli 2005.
Vor zwei Jahren war der Stausee auf nur noch sieben Prozent gefallen und als praktisch „totes Reservoir“ eingestuft worden, da das verbleibende Wasser nicht mehr nutzbar war.
Die Talsperre La Concepción, die die westliche Costa del Sol mit Marbella versorgt, liegt derzeit bei 84 Prozent und speichert 48,7 hm³, nachdem auch hier mehrfach Wasser kontrolliert abgelassen wurde. Die kleineren Anlagen Casasola und El Limonero führen 11,7 hm³ beziehungsweise 13,6 hm³. Casasola ist zu 54 Prozent gefüllt, El Limonero zu 97,4 Prozent.
Insgesamt hat es in 16 Gemeinden der Provinz Málaga innerhalb von nur zwei Monaten mehr geregnet als in einem durchschnittlichen gesamten Jahr.
Quellen: Málaga HOY, Hidrosur



















































