Der andalusienweite Ärztestreik hat in der Provinz Málaga zu Beginn der ersten Streikwoche, die bis zum 20. Februar dauert, zahlreiche Arzttermine und medizinische Untersuchungen lahmgelegt.
Viele Patienten mussten kurzfristig auf ihre Konsultationen verzichten und warten nun auf neue Termine. Nach Angaben der andalusischen Landesregierung sind rund 30.000 Ärzte zum Arbeitskampf aufgerufen, hinzu kommen Assistenzärzte (MIR) sowie weitere medizinische Fachkräfte.
Hintergrund des Streiks ist die Forderung der Ärzte nach einem eigenen „Estatuto Marco“, also einem spezifischen gesetzlichen Rahmen, der ausschließlich ihre beruflichen Besonderheiten regelt.
Die Gewerkschaften, darunter die Andalusische Ärztegewerkschaft (SMA), kritisieren, dass der derzeitige allgemeine Rechtsrahmen im öffentlichen Gesundheitswesen den speziellen Anforderungen und Verantwortlichkeiten des ärztlichen Berufs nicht ausreichend Rechnung trage.
Sie verlangen vom spanischen Gesundheitsministerium in Madrid eine eigenständige Regelung.
Streikserie ist auf mehrere Monate angelegt
Die Streikserie ist auf mehrere Monate angelegt: Neben der laufenden Woche vom 16. bis 20. Februar sind weitere Streikphasen im März, April, Mai und Juni angekündigt.
Sollte es vorher zu keiner Einigung mit dem Ministerium kommen, sollen die Arbeitsniederlegungen bis zur Woche vom 15. bis 19. Juni fortgesetzt werden.
Der Andalusische Gesundheitsdienst (SAS) hat für die Streiktage Mindestdienste festgelegt. In Gesundheitszentren und Krankenhäusern wird die Versorgung auf dem Niveau eines Sonn- oder Feiertags aufrechterhalten.
Notfälle sowie dringende Behandlungen wie Dialyse, Krebstherapien oder onkologische Operationen sollen uneingeschränkt gewährleistet bleiben.
Die andalusische Landesregierung fordert vom spanischen Gesundheitsministerium einen Dialog mit den Ärztevertretern, um weitere Belastungen für Patienten und das öffentliche Gesundheitssystem zu vermeiden.
Quellen: Cadena SER, Málaga HOY




















































