Drogenschmuggel an der Costa del Sol
Die spanische Nationalpolizei hat gemeinsam mit der brasilianischen Bundespolizei einen international agierenden Drogenring zerschlagen, der 1.500 Kilogramm Kokain in Zementsäcken versteckt nach Spanien geschmuggelt hatte. Fünf Personen wurden in der Provinz Málaga festgenommen.
Hinter der Operation steckt nach Angaben der Polizei die sogenannte Mocro Mafia – ein ursprünglich in den Niederlanden entstandenes Verbrechersyndikat, das vor allem von Kriminellen marokkanischer Herkunft aufgebaut wurde und heute zu den gefährlichsten Drogennetzwerken Europas zählt.
Für großen Teil des Kokainhandels in Westeuropa verantwortlich
Die Organisation ist für einen großen Teil des Kokainhandels in Westeuropa verantwortlich und operiert zunehmend auch von Standorten wie Dubai aus, wo laut Ermittlern auch der mutmaßliche Anführer dieser Operation sitzt, der zwischen den Niederlanden und den Vereinigten Arabischen Emiraten pendelt.
Das Kokain war aus Brasilien über den Hafen von Algeciras nach Spanien eingeschleust worden – verteilt auf rund 1.000 Zementsäcke, in denen die in Pakete aufgeteilte Droge verborgen war. Die Säcke waren markiert, damit die für die Extraktion zuständigen Personen sie leicht identifizieren konnten.
Von Algeciras wurde die Ladung auf dem Landweg in eine Industriehalle in Marbella transportiert, wo die Beamten bei einer Durchsuchung die gesamte Menge sicherstellen konnten.
Scheinfirma mit Sitz in Bremen
Für den Transport nutzte die Organisation eine Scheinfirma mit Sitz in der norddeutschen Stadt Bremen, die nach außen hin als legales Unternehmen auftrat.
Zur Abholung der Droge reisten eigens drei in Deutschland lebende Männer an die Costa del Sol – sie gehören zu den fünf Festgenommenen.
Bei der Durchsuchung der Lagerhalle wurden neben dem Kokain ein Fahrzeug, ein hochwertiges Mobiltelefon und 2.240 Euro in bar beschlagnahmt. Die Festgenommenen werden wegen Drogenhandels, Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation und Vortäuschung einer Straftat angezeigt.
Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen: Zusätzlich zu den fünf Festnahmen wurden zwei internationale Haftbefehle gegen weitere mutmaßliche Mitglieder des Netzwerks erlassen.
Quellen: Policía Nacional, Opinión de Málaga, Málaga HOY



























































