Streik zur Semana Santa: Bodenpersonal legt an 19 Flughäfen in Spanien die Arbeit nieder

Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und den Handlingunternehmen sind gescheitert. Auch Flughafen Málaga ist betroffen

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Handling Streik Spanien an Ostern 2026

Nun ist es offiziell: Nachdem Schlichtungsgespräche zwischen den Gewerkschaften und dem Bodenabfertigungsunternehmen Groundforce am Mittwoch ohne Ergebnis geblieben sind, wird das Bodenpersonal an zahlreichen Flughäfen in Spanien rund um Ostern mehrmals die Arbeit niederlegen.

Die Arbeitsniederlegungen bei Groundforce starten am Freitag, den 27. März, und finden vorerst unbefristet montags, mittwochs und freitags in drei täglichen Zeitfenstern statt: von 5 bis 7 Uhr, von 11 bis 17 Uhr und von 22 bis 24 Uhr.

Groundforce ist an zwölf spanischen Flughäfen für das sogenannte Handling zuständig – also für Abfertigung, Gepäckverladung, Betankung und weitere Bodendienste.

Darunter fallen Schlüsselstandorte wie Madrid-Barajas, Barcelona-El Prat, Palma de Mallorca, Málaga, Alicante, Valencia, Ibiza, Bilbao sowie Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura.

Kern des Konflikts ist ein Gehaltsstreit. Die Gewerkschaften werfen Groundforce vor, die tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen nicht vollständig umzusetzen.

Zu den Groundforce-Streiks kommen noch die bereits beschlossenen Arbeitsniederlegungen bei der Handling-Gruppe Menzies hinzu.

Auswärtiges Amt weist auf Auswirkungen des Spanienstreiks hin

Menzies-Beschäftigte legen an den Flughäfen Barcelona, Palma de Mallorca, Málaga, Alicante, Gran Canaria, Teneriffa Süd und Teneriffa Nord am 28. und 29. März sowie am 2., 3., 4., 5. und 6. April jeweils für 24 Stunden die Arbeit nieder. Rund 3.000 Beschäftigte sind betroffen.

In der Summe sind damit 19 Flughäfen in einer der verkehrsreichsten Reisezeiten des Jahres von Streikmaßnahmen betroffen.

Zu den möglicherweise betroffenen Fluggesellschaften zählen unter anderem EasyJet, Norwegian, Transavia, WizzAir, Air Europa, Lufthansa und British Airways.

Das deutsche Auswärtige Amt hat bereits auf die möglichen Auswirkungen hingewiesen und empfiehlt Reisenden, sich laufend bei ihrer Fluggesellschaft zu informieren. Flugausfälle und Verspätungen lassen sich laut Behörde nicht ausschließen.

Der deutsche ADAC weist auf seiner Webseite ebenfalls darauf hin, dass es beim Boarding zu sehr langen Wartezeiten kommen kann, weil das Bodenpersonal auch an den Gates und Fluggastbrücken eingesetzt wird.

Quellen: La Razón, La Sexta, ADAC

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