Immobilienkauf von Ausländern in Málaga 2025
Wer kauft eigentlich Immobilien in der Provinz Málaga? Diese Frage hat die spanische Tageszeitung Diario Sur auf Basis neuer Daten des spanischen Notarrats (Consejo General del Notariado) für das Jahr 2025 beantwortet.
Das Grundprinzip gilt immer noch: Spanier kaufen mehr als Ausländer. Provinzweit entfallen 57 Prozent aller Immobilientransaktionen auf einheimische Käufer, 43 Prozent auf Ausländer. In der Stadt Málaga ist der Abstand deutlicher: 84 Prozent der Käufe gehen auf spanische Staatsbürger zurück, weniger als 16 Prozent auf Ausländer.
Rein spanisch geprägte Käufermärkte sind zudem Benalmádena, Vélez-Málaga, Rincón de la Victoria, Antequera und Ronda.
Anders sieht es an der Küste aus. In Marbella, Mijas, Fuengirola, Estepona, Manilva, Benahavís und Ojén stellen Ausländer die Mehrheit der Käufer.
Großbritannien führt Rangliste an
Unter den ausländischen Nationalitäten führt Großbritannien die Rangliste an – trotz Brexit. Platz zwei und drei belegen die Niederlande und Schweden.
Auf Rang vier folgt Polen, das Deutschland überholt hat. Die Deutschen, lange eine der wichtigsten Käufergruppen an der Costa del Sol, sind auf Rang fünf abgerutscht.
Das Bild variiert stark je nach Gemeinde. Briten, Niederländer und Schweden dominieren vor allem in den klassischen Küstenorten.
Das Überraschungsland Polen taucht in 11 der größten Gemeinden der Provinz unter den fünf häufigsten Herkunftsländern auf: Marbella, Mijas, Fuengirola, Estepona, Rincón de la Victoria, Torrox, Manilva, Casares, Algarrobo, Villanueva del Rosario und Alcaucín.
In Mijas, Estepona, Manilva und Algarrobo ist Polen sogar die drittstärkste Käufernation. Als Motiv nennen Branchenexperten und Notare neben Klima und Lebensqualität auch geopolitische Faktoren: die Nähe Polens zur Ukraine und die Angst vor einer russischen Bedrohung. Dazu kommt eine neue polnische Mittelschicht mit Kaufkraft sowie gute Direktflugverbindungen zwischen polnischen Städten und Málaga.
Auch US-Bürger sind zunehmend aktiv und tauchen in sieben Gemeinden unter den fünf wichtigsten Käufergruppen auf. Besonders auffällig ist ihr Interesse an der Stadt Málaga selbst sowie im Inland: in Ronda, Archidona, Ojén, Cómpeta, Frigiliana und Casarabonela.
Die Notarin Carmen Casasola vom andalusischen Notarrat erklärt das unter anderem mit der Ansiedlung amerikanischer Unternehmen: Deren Führungskräfte kämen, lernten Málaga kennen und blieben.
Marokkaner in zehn Gemeinden unter Top-Käufern
Ebenfalls überraschend: Marokkaner erscheinen in zehn Gemeinden unter den Top-5-Käufern, aber fast ausschließlich im Inland: Antequera, Álora, Archidona, Alameda, Villanueva de Algaidas, Colmenar, Villanueva del Rosario, Periana, Casarabonela und La Viñuela.
Italiener sind in acht Kommunen stark vertreten: Málaga, Benalmádena, Alhaurín de la Torre, Antequera, Ronda, Alhaurín el Grande, Álora und Almogía. Branchenexperten weisen darauf hin, dass viele argentinische Käufer mit italienischem Pass diese Statistik beeinflussen. Argentinier mit eigenem Pass kaufen zudem in Antequera, Ronda, Alameda und Villanueva del Rosario.
In den Notarstatistiken tauchen noch viele weitere Nationalitäten auf, allerdings zahlenmäßig nicht so stark wie die Top-5: Frankreich, Belgien, Finnland, Dänemark, Irland, Rumänien, die Slowakei, Ungarn, Lettland, China, Tschechien, Brasilien, Uruguay, Nigeria, Nicaragua, Kolumbien, Venezuela und Israel.
Quelle: Diario Sur
























































