Nun steht es fest: Am 30. April ab 12 Uhr mittags rollen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Málaga und Madrid wieder direkte Züge.
Das hat der staatliche Infrastrukturbetreiber Adif (Administrador de Infraestructuras Ferroviarias) bestätigt. Damit endet eine fast dreimonatige Unterbrechung, die Hunderttausende Reisende betroffen hat.
Auslöser der Sperrung war ein schwerer Hangrutsch nahe Álora, der am 4. Februar durch heftige Regenfälle des Sturms Leonardo ausgelöst wurde. Die Schäden an der Strecke erwiesen sich als deutlich gravierender als zunächst angenommen.
Zwei bereits angekündigte Wiedereröffnungstermine – 8. März und 23. März – konnten nicht eingehalten werden und sorgten für politischen Streit zwischen Regierung, Opposition und der Tourismusbranche.

Für die Reparatur wurden rund 200.000 Tonnen Erdreich bewegt, drei Achtstunden-Schichten pro Tag eingerichtet und dauerhaft 75 Arbeiter auf der Baustelle eingesetzt. Verkehrsminister Óscar Puente hatte den Umfang der Arbeiten zuletzt öffentlich über das soziale Netzwerk X erläutert.
Der Morgen des 30. April ist für Testfahrten reserviert. Erst ab Mittag stehen die Gleise für den regulären Fahrgastbetrieb zur Verfügung, gerade noch rechtzeitig für den Beginn des langen Wochenendes rund um den 1. Mai.
Reisende müssen allerdings mit Einschränkungen rechnen: Die Strecke wird zunächst eingleisig betrieben, da an der zweiten Spur weiterhin gearbeitet wird. Das bedeutet weniger Züge und längere Fahrtzeiten.
Statt der üblichen 26 Verbindungen täglich werden zunächst deutlich weniger angeboten. Iryo plant drei Frequenzen je Richtung, Ouigo zwei. Renfe aktualisiert derzeit noch sein Angebot.
Die Reisezeit liegt je nach Halt zwischen etwa zweieinhalb und drei Stunden und 15 Minuten.
Mit einem vollständig zweigleisigen Betrieb ist frühestens Ende des Jahres zu rechnen.























































