Weißes Raute-Zeichen auf Spaniens Straßen: Was bedeutet dieses neue Verkehrsschild?

Wer in Spanien Auto fährt, sieht es immer öfter: eine weiße Raute auf blauem Grund. Wer es ignoriert, riskiert bis zu 200 Euro Bußgeld.

Verkehrszeichen mit Raute in Spanien

Verkehrszeichen mit Raute in Spanien

Eine weiße Raute auf blauem Grund – dieses Verkehrszeichen taucht auf Spaniens Autobahnen und Stadteinfahrten immer häufiger auf und sorgt bei vielen Autofahrern für Verwirrung.

Was dahintersteckt, ist eigentlich simpel: Das Schild markiert einen sogenannten VAO-Fahrstreifen, kurz für Vehículo de Alta Ocupación – auf Deutsch: Fahrzeug mit hoher Belegung. Gemeint sind Spuren, die nur für Fahrzeuge mit mehreren Insassen reserviert sind.

Das Zeichen kann sowohl als vertikales Straßenschild als auch direkt auf den Asphalt gemalt erscheinen, rechtlich gilt beides gleich. Wer den Streifen ohne die erforderliche Personenzahl nutzt, begeht eine Verkehrsordnungswidrigkeit.

Bei Nichtachtung werden bis zu 200 Euro Bußgelder verhängt

Die spanische Verkehrsbehörde DGT (Dirección General de Tráfico) kann dafür Bußgelder von bis zu 200 Euro verhängen. Kontrolliert wird mit Kameras und direkter Überwachung, vor allem in Stoßzeiten.

Die Mindestbesatzung liegt in den meisten Abschnitten bei zwei Personen inklusive Fahrer, in manchen Bereichen auch bei drei.

Ausnahmen gelten unter anderem für Motorräder, Busse, Notfallfahrzeuge und – je nach Strecke und aktueller Beschilderung – bestimmte Elektro- oder Hybridfahrzeuge.

Seit einer DGT-Regelung vom Januar 2026 können Fahrzeuge mit Null-Emissions-Kennzeichnung den VAO-Streifen aber nicht mehr automatisch allein nutzen: Vorrang hat jetzt die tatsächliche Fahrzeugbelegung.

Die Signalwirkung des Zeichens ist bewusst schlicht gehalten: kein Text, nur ein geometrisches Symbol – angelehnt an ähnliche Systeme in Frankreich und anderen europäischen Ländern sowie den sogenannten „HOV lanes“ in den USA.

In Spanien wird das neue Verkehrszeichen mit der Raute schrittweise eingeführt, zunächst bei Großstädten wie Madrid und Barcelona.

Quellen: Diario Sur,  20 Minutos, DGT, Autobild

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