Soziale Netzwerke in Spanien
Die spanische Regierung hält an ihrem Plan fest, Minderjährigen unter 16 Jahren den Zugang zu sozialen Netzwerken zu verbieten.
Ministerpräsident Pedro Sánchez bekräftigte am Dienstag, den 3. Februar, bei einem internationalen Regierungsforum in Dubai, dass Plattformen künftig zu wirksamen Systemen der Altersverifikation verpflichtet werden sollen.
Ziel sei es, ein sicheres digitales Umfeld für Kinder und Jugendliche zu schaffen.
„Unsere Kinder sind einem Raum ausgesetzt, in dem sie niemals allein hätten unterwegs sein dürfen. Das werden wir nicht länger akzeptieren“, sagte Sánchez beim World Governments Summit.
Zugleich rief er andere europäische Staaten dazu auf, ähnliche Regelungen einzuführen.
Die Regierung verweist seit Längerem auf die zunehmende Verbreitung von Hassrede, pornografischen Inhalten und Desinformation in sozialen Netzwerken und deren negative Auswirkungen auf junge Nutzer.
Man werde Kinder und Jugendliche „vor dem digitalen Wilden Westen schützen“, so der spanische Regierungschef.
Bereits Ende März vergangenen Jahres hatte der Ministerrat den Gesetzentwurf zum Schutz von Minderjährigen im digitalen Raum gebilligt. Dieser sieht unter anderem vor, das Mindestalter für die Eröffnung eines Nutzerkontos in sozialen Netzwerken oder auf Plattformen von 14 auf 16 Jahre anzuheben.
Jüngere Nutzer sollen nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Eltern oder gesetzlichen Vertreter Zugang erhalten. Das Gesetzesvorhaben soll nun im Parlament verabschiedet werden.
Mögliche Rechtsverstöße werden geprüft
Darüber hinaus plant die Regierung gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft zu prüfen, ob Unternehmen wie Grok, TikTok oder Instagram gegen geltendes Recht verstoßen haben. Diese Plattformen stehen besonders im Fokus der Ermittlungen.
International gewinnt das Thema ebenfalls an Bedeutung. Australien hatte im vergangenen Dezember als erstes Land weltweit soziale Netzwerke für Unter-16-Jährige verboten.
Auch Staaten wie Großbritannien und Frankreich erwägen ähnliche altersbasierte Beschränkungen.
Quellen: Diario SUR, El Mundo, El País, RTVE


















































