Pollenkonzentration in Málaga 2026
In der Provinz Málaga kommen in diesem Frühling zwei der stärksten Pollenquellen gleichzeitig auf Höchstniveau zusammen: Olivenbaum- und Gräserpollen.
Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise erreicht der Olivenbaumpollenflug seinen Gipfel Anfang Mai und klingt dann ab, während die Gräsersaison erst beginnt. In diesem Jahr überlagern sie sich.
Das Pollenmessnetz der Universität Málaga bestätigt die außergewöhnliche Lage. Der von der spanischen Tageszeitung Diario SUR befragte Allergologe José María Vega erklärt: „Wer gegen Gräser allergisch ist, hat es in Málaga dieses Jahr sehr schwer. Wer zusätzlich auf Olivenbäume reagiert, muss sich auf eine harte zweite Maihälfte einstellen.“
Hauptursache ist der regenreiche Winter, der für eine besonders starke Blüte gesorgt hat. Der Botaniker Antonio Picornell von der Universität Málaga verfolgt die wöchentlichen Messwerte genau.
In der vergangenen Zählung der Universität Málaga lag die Olivenbaumpollenkonzentration bei 500 Pollenkörnern pro Kubikmeter Luft – aktuell sind es 1.300, obwohl die Werte zu diesem Zeitpunkt eigentlich bereits sinken sollten.
Auch bei Gräserpollen gelten Werte über 200 Körner pro Kubikmeter als extrem; die Tendenz ist laut Picornell weiter steigend.
Zusätzlich sind Brennnesseln, Glaskraut sowie Chenopodiazeen – dazu gehören Spinat, Mangold, Rote Bete und Quinoa – in mittleren bis ansteigenden Konzentrationen im Umlauf.
Eine Allergie ist keine Erkältung
Für Betroffene ist die Unterscheidung zwischen Allergie und Erkältung wichtig: Allergien äußern sich durch starken Juckreiz an Augen, Nase, Rachen und Gaumen, wässrigen Ausfluss und halten wochenlang an. Eine Erkältung dagegen geht meist mit Halsschmerzen, leichtem Fieber und zähem Schleim einher und klingt nach etwa einer Woche ab.
Ärzte raten, es nicht bei einfachen Antihistaminika zu belassen. Nasenspülungen mit Salzlösung und Kortikosteroid-Sprays können die Symptome lindern. Bei schwereren Verläufen sind Bronchialinhalatoren nötig.
Als Vorbeugung empfehlen Experten, Küstengebiete aufzusuchen, Sport im Freien zu meiden, Sonnenbrille und Maske zu tragen sowie Kleidung gründlich zu waschen.
Fast 25 Prozent der andalusischen Bevölkerung – rund 2,5 Millionen Menschen – leiden unter Atemwegsallergien. Olivenbaum- und Gräserpollen sind die häufigsten Auslöser, mit Symptomen wie Rhinokonjunktivitis oder Bronchialasthma.
Quellen: Diario SUR, Cadena SER, Ayuntamiento de Málaga





















































