Waldbrand in Almería fordert Todesopfer
Mindestens zwölf Menschen sind bei dem Waldbrand ums Leben gekommen, der am Donnerstagnachmittag in der Gemeinde Los Gallardos in der Provinz Almería ausgebrochen ist. Weitere sieben Personen wurden verletzt und 23 Menschen werden vermisst, wie die Einsatzleitung bestätigt hat.
Die Todesfälle ereigneten sich in einem Ortsteil von Bédar; einige der Opfer wurden in Fahrzeugen aufgefunden.
Die Regionalregierung (Junta de Andalucía) hat den Brand aufgrund seiner Entwicklung und seines Gefahrenpotenzials in die Notfallstufe „operative Situation 2“ hochgestuft.
Rund 150 Einsatzkräfte des Infoca-Systems, der andalusischen Spezialeinheit zur Bekämpfung von Waldbränden, sind im Einsatz, unterstützt von zahlreichen Löschfahrzeugen, Flugzeugen und Hubschraubern.
Es handelt sich bereits jetzt um den zweit tödlichsten Waldbrand in der Geschichte Spaniens.
Starker Wind beflügelt das Feuer
Das Feuer breitete sich aufgrund von hohen Temperaturen, trockener Vegetation und teils starkem Wind (Böen von bis zu 70 km/h) rasch aus und erfasste innerhalb kurzer Zeit mehrere Hektar Land. Die Einsatzkräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort, um die Flammen einzudämmen und ein Übergreifen auf bewohnte Gebiete zu verhindern.
Die Behörden haben vorsorglich mehrere Ortschaften in der betroffenen Region evakuiert und die Bevölkerung aufgerufen, den Anweisungen der Einsatzkräfte unbedingt Folge zu leisten.
Nach ersten Angaben wurde die Infrastruktur in Teilen der Region beeinträchtigt. Straßen mussten zeitweise gesperrt werden, zudem kam es zu Einschränkungen bei der Stromversorgung.
#IFLosGallardos (#Almería). Estas imágenes nos ayudan a entender la magnitud de este incendio y las condiciones en las que han trabajado los bomberos forestales. pic.twitter.com/YCUFZ39OQt
— EMA INFOCA (@Plan_INFOCA) July 10, 2026
Die genaue Ursache des Brandes ist derzeit noch unklar, Vermutet wird, dass ein heruntergefallenes Stromkabel mit Funkensprung den Waldbrand ausgelöste haben könnte.
Die regionalen Behörden beobachten die Lage weiterhin aufmerksam und stehen in engem Austausch mit den Einsatzkräften. Priorität hat aktuell der Schutz von Menschenleben sowie die Stabilisierung der Lage vor Ort.
„Beispiellose Tragödie“
Andalusiens Minister für Gesundheit und Notfälle, Antonio Sanz, hat den Tod der 12 Menschen zutiefst bedauert und den Familien und Angehörigen im Namen der Junta de Andalucía sein Beileid ausgesprochen.
„Es ist eine schreckliche Nachricht. Im Namen der andalusischen Regierung möchte ich unseren Schmerz und unser Mitgefühl den Familien der elf bei diesem Brand ums Leben gekommenen Personen aussprechen. Heute ist das Herz aller Andalusier in Trauer“, erklärte er.
Zugleich erinnerte er daran, dass es sich bereits jetzt um den Brand „mit den bislang schwerwiegendsten Folgen“ in der Region handele, und bezeichnete ihn als „beispiellose Tragödie“.
Quellen: Málaga HOY, Diario SUR
























































