Wandern in Málaga 2026
Die spanische Umweltschutzorganisation ADEAC (Asociación de Educación Ambiental y del Consumidor) hat in diesem Jahr ihr Netzwerk ausgezeichneter Wanderwege von 154 auf 194 Routen erweitert.
In der Provinz Málaga gibt es vier Wege, die mit dem Siegel „Sendero Azul“ der ADEAC ausgezeichnet sind. Das Siegel wird an Wanderwege vergeben, die sich durch ökologischen Wert, Landschaftsqualität und Umweltbildung auszeichnen.
In Andalusien sind insgesamt 20 Routen anerkannt, verteilt auf die Provinzen Cádiz, Huelva, Málaga, Granada und Almería. Spanienweite Spitzenreiter ist Galicien mit 72 ausgezeichneten Wanderwegen. Wir stellen die vier Wege in der Provinz Málaga vor.
Die vier Senderos Azules der Provinz Málaga im Überblick

Die Senda Litoral de Mijas führt sechs Kilometer entlang der Mittelmeerküste, von der Playa de La Luna bis ins Ortszentrum von La Cala de Mijas.
Der Weg ist als Fußgänger- und Radweg angelegt, gilt als leicht und ist in rund eineinhalb Stunden zu bewältigen. Unterwegs passieren Wanderer Küstendünen mit typischer Strandvegetation sowie historische Wachtürme, sogenannte Torres Almenaras, die die Küste einst vor Angriffen schützen sollten.
Im Gemeindegebiet von Nerja beginnt der Sendero Cueva de Nerja-Almijara am Eingang der bekannten Höhle Cueva de Nerja und führt 1.890 Meter in den Naturpark Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama hinein.
Der Weg gilt als leicht und dauert etwa zwei Stunden. Das Besondere: Der Untergrund besteht aus einem ausgedehnten Karstsystem, das durch das Einwirken von Wasser auf Kalkstein über Jahrtausende entstanden ist und die unterirdische Geologie der Höhle mit der Artenvielfalt oberirdisch verbindet.
Ebenfalls in Nerja liegt der anspruchsvollste der vier Wege: der Sendero Pico del Cielo. Die Route ist 7.106 Meter lang, dauert rund vier Stunden und wird als schwierig eingestuft. Sie führt hinauf zum Gipfel Pico del Cielo auf 1.058 Metern Höhe, einem der markantesten Aussichtspunkte der Region.
Der Aufstieg verläuft über die sogenannte Cuesta del Cielo durch Kiefernwälder, alte Landgüter und mediterranes Buschland. Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Gipfel bis zu den Bergen Nordafrikas.
Der Sendero Playas de Manilva, der erst im vergangenen Jahr in das Netzwerk aufgenommen wurde, bleibt ein weiteres Jahr ausgezeichnet. Die 7.450 Meter lange Küstenroute verläuft durch das ökologische Schutzgebiet Playas de Manilva, das an der Grenze zur Provinz Cádiz liegt, von der Playa de los Toros bis zur Punta Chullera.
Der Weg führt an weitgehend naturbelassenen Stränden wie der Playa del Negro vorbei, über Felsenbuchten und durch Dünenbereiche, in denen die Dünen-Trichternarzisse (Pancratium maritimum), auch Strandlilie genannt, gedeiht, eine ökologisch bedeutsame Pflanzenart. Eingeschätzt wird der Weg als leicht, die Gehzeit beträgt etwa drei Stunden.
Quellen: Málaga HOY, senderosazules.org, DEAC























































