Marbella: 18-Jähriger nach tödlichen Schüssen auf Schönheitschirurgen festgenommen

Kriminalität Málaga 2025

Die spanische Polizei hat einen 18-Jährigen als mutmaßlichen Täter des tödlichen Angriffs auf den deutschen Schönheitschirurgen Dr. Alexander Aslani in Marbella festgenommen.

Der Mediziner war am Mittwochnachmittag, den 7. Oktober, in seiner Klinik Cirumed erschossen worden. Die Ermittlungen dauern an, die Akte unterliegt der gerichtlichen Geheimhaltung.

Der mutmaßliche Täter soll das Gebäude mit vermummten Gesicht betreten haben und nach der Tat auf einem Motorrad geflohen sein.

War es ein Auftragsmord?

Die Ermittler prüfen weiterhin das Motiv für die Tat. Nach den ersten Erkenntnissen stand auch die Möglichkeit im Raum, dass ein Auftragskiller den Schönheitschirurgen erschossen haben könnte.

Ob der festgenommene 18-Jährige, der laut der spanischen Tageszeitung El País schwedischer Staatsangehöriger ist, im Auftrag einer anderen Person handelte und es sich tatsächlich um einen Auftragsmord handelt, ist bislang nicht bekannt, aber sehr wahrscheinlich.

Nach Informationen von spanischen Medien untersuchen die Ermittler eine mögliche Verbindung zu einer unzufriedenen Patientin, die ihr Geld zurückgefordert und der Klinik gemeinsam mit ihrem Partner mehrmals gedroht haben soll.

Einen Zusammenhang mit organisierter Kriminalität haben die Ermittler nach den bisher veröffentlichten Informationen zunächst ausgeschlossen. Die Ermittlungen dauern an.

Anerkannter Spezialist für ästhetische Chirurgie

Dr. Alexander Aslani hatte sich international einen Namen als Spezialist für plastische und ästhetische Chirurgie gemacht. Zwischen 2008 und 2018 leitete er die Abteilungen für plastische Chirurgie der Quirón-Krankenhäuser in Málaga und Marbella.

Bereits im Jahr 2007 gründete er die Cirumed Clinic, die sich unter anderem auf Körperformung und ästhetische Eingriffe spezialisierte.

Die Klinik bezeichnete ihn als Pionier einer speziellen Technik zur Gesäßvergrößerung. Nach Angaben seiner Klinik verfügte er über mehr als 30 Jahre Berufserfahrung und hatte rund 14.000 Operationen durchgeführt.

Der Ärzteverband von Málaga (Colegio de Médicos de Málaga) verurteilte die Tat und sprach der Familie, Freunden und Kollegen des Verstorbenen sein Beileid aus. Die Organisation bezeichnete den gewaltsamen Tod eines Arztes während seiner beruflichen Tätigkeit als besonders schwerwiegenden Vorfall.

Quellen: El País, Cadena SER, Europa Press, El Español, Málaga HOY

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