Costa del Sol bleibt Rückzugsort für Großbritanniens meistgesuchte Verbrecher

britische Verbrecher Spanien 2026
Foto: National Crime Agency (NCA)

Zum 20. Mal richtet sich der Blick der britischen Behörden auf die Costa del Sol: Im Rahmen der aktuellen Kampagne der Operation Captura, bei der zwölf britische Flüchtige öffentlich zur Fahndung ausgeschrieben werden, steht die Provinz Málaga erneut im Mittelpunkt.

Gestartet wurde die diesjährige Kampagne am vergangenen Donnerstag in Alicante von der britischen National Crime Agency (NCA), der Organisation Crimestoppers und dem spanischen Innenministerium.

Von insgesamt 254 seit 2019 in Spanien festgenommenen britischen Fahndungsflüchtigen wurden 86 in der Provinz Málaga gefasst, 54 weitere in Alicante. Seit Beginn der Operation Captura vor zwanzig Jahren wurden 98 der insgesamt 111 namentlich öffentlich gesuchten Personen verhaftet.

Wirksame Tarnung in der Masse

Mehr als 300.000 britische Staatsbürger leben laut Daten der Behörden dauerhaft in Spanien, hinzu kommen Millionen Touristen jährlich. Für gesuchte Kriminelle bietet diese Masse an Landsleuten eine wirksame Tarnung, so die NCA.

Sie warnt ausdrücklich, dass einige der Gesuchten möglicherweise mitten in der Expat- und Touristengemeinde untertauchen.

Der Schwerpunkt der Fahndung liegt wie seit zwanzig Jahren auf den Gebieten mit hoher britischer Präsenz: an der Costa del Sol, der Levanteküste und den Kanarischen Inseln. An der Costa del Sol stehen Marbella und die Stadt Málaga im Fokus.

Die aktuellen Profile der Gesuchten sind breit gefächert: Drogenhandel, Geldwäsche, Mord, Sexualdelikte.

Wer Hinweise auf den Aufenthaltsort eines der Gesuchten hat, kann sich an die Policía Nacional (091), die Guardia Civil (062) oder an die eigens eingerichtete Kampagnen-Hotline 900 926 111 wenden. Crimestoppers bietet zusätzlich einen anonymen Meldekanal auf seiner Website an.

Quellen: La Opinión de Málaga, Diario SUR

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